00:00:29: Ja, Hallihallo und Hallöchen bei Behind The Story.
00:00:33: Ausgabe Nummer forty-eight.
00:00:36: ich freue mich wahnsinnig dass du wieder dabei bist heute Und vielleicht weißt das noch gar nicht.
00:00:42: seit der letzten ausgabe gibt es uns auch immer auf YouTube als video edition.
00:00:46: also wenn Du mal sehen willst wie das hier so aussieht Wenn die Gäste und Ich uns unterhalten dann kannst Du da auch gerne Mal reinschauen.
00:00:53: Ja, ich freue mich dass du dabei bist.
00:00:55: Mal wieder haben wir heute eine spannende Heldenreise vor uns.
00:00:58: mal wieder schauen wir uns ab ein Downs und Weggabelungen auf einer wahnsinnig interessanten Vita an Und ich freu mich Wahnsinn nicht das du da bei bist!
00:01:07: Du weißt ja wenn du der Podcast dir gefällt Wenn du irgendwas an dem Podcast besonders magst oder vielleicht auch irgendetwas nicht und mir dann Feedback gibts Dann freue ich mich wahnsinnigt darüber Natürlich auch über ein Abo oder einen Like, aber es ist auch schön wenn du einfach nur dabei bist.
00:01:25: Ja wen habe ich denn heute im Studio sitzen?
00:01:27: Ich freue mich mega!
00:01:28: Denn mein heutiger Gast ist jemand der auf mich zukam und gesagt hat Du, ich will mal gerne Gast bei Dir im Studio und das finde ich total super.
00:01:35: Ich hatte es hier schon mehrfach gesagt Wir haben in diesem Jahr schon häufige Gäste gehabt die entweder selbst oder von jemandem ganz nahe stehen ins Spiel gebracht wurden.
00:01:43: Und ich finde das mega wenn Menschen sagen Ich würde gerne mal meine Geschichte teilen.
00:01:47: Heute im Studio sitzt bei mir eine Frau am digitalen Leiderfeuer, die nicht einfach nur über Positionierung spricht sondern ihre eigene Positionierung mit einer wahnsinnigen Konsequenz in die Welt bringt.
00:02:00: Sandra Walze nennt sich Positionierungs-Rebellin und Personal Brand Rebellion.
00:02:06: Das ist natürlich spannend, und alleine das ist schon Grund mal nachzufragen!
00:02:09: Sie arbeitet mit Menschen die was zu sagen haben und keine Lust auf haben sich dafür glatt schleifen zu lassen.
00:02:16: auch das finde ich super spannend.
00:02:18: und wir reden ja alle über Authentizität, über echt sein und hier werden heute sehr häufig darüber reden was das eigentlich bedeutet.
00:02:26: Ihr Überzeugung ist unsere Ecken und Kanten sind kein Markel.
00:02:29: sie sind das was uns unverwechselbar und unverzichtbar macht.
00:02:33: Doch hinter der Haltung steckt eine persönliche Geschichte, schon in der Schule erlebte Sandra wie unbequem anders sein kann.
00:02:41: Sie wollte dazugehören, passte sich an und merkte irgendwann, dass sie dabei nicht mehr sie selbst war.
00:02:47: Heute hilft die anderen Menschen genau diesen Weg umzukehren.
00:02:51: Sie arbeitet seit nineteenundneunzig als Textorin, Konzeptorin in der Kommunikation und war Creative Director machte sie sich seit Jahrzehnten selbstständig und gründete im Jahr zwanzig-zwanzig, die Rebel Hood.
00:03:06: Dort verbindet sie Positionierung, Personal Branding, Storytelling und Content mit einer klaren Haltung.
00:03:12: Sichtbar werden ohne sich zu verbiegen!
00:03:14: Ich freue mich mega heute mit ihr über Anderssein zu reden, über Personal Branding, über Sprache, über Marken und natürlich auch ein bisschen über mutige Frauen.
00:03:25: Echte Haltung!
00:03:26: Und die Frage wie viel Rebellion ein gutes Business heute wirklich braucht?
00:03:31: So ich glaube das war genug der Ankündigung.
00:03:34: Wenn du jetzt noch nicht gespannt bist dann kann ich dir auch nicht helfen.
00:03:36: Ich sage jetzt auf jeden Fall herzlich willkommen digitalen Nagerfeuer.
00:03:40: Herzlich Willkommen bei Behind The Story.
00:03:42: Herzlichen Willkommen liebe Sandra Walzer.
00:03:44: Vielen lieben Dank.
00:03:45: Hallo!
00:03:46: Oh, ich fühle mich schon viel wohler.
00:03:47: Mir ist heute den ersten Tag so richtig kalt.
00:03:50: digitales Lagerfeuer ganz hervorragend.
00:03:52: Ja und wir werden später der liebe Bob Grüße gehen raus.
00:03:55: Der wird uns später auch wieder das typische Lager-Feuer Knistern hinterlegen.
00:03:58: Das heißt es ist jetzt richtig schön wohlig.
00:04:02: Es wird ja Herbst, da ist es gut so.
00:04:04: Genau...ja die liebe Sandra Die hatte auch bei der Campix in Berlin einen Vortrag.
00:04:10: Leider habe ich ihn verpasst, weil ich war ja immer im Modulationsraum gefangen.
00:04:14: Aber ich habe heute als in meinem Team bei TIN Digital die Kolleginnen und Kollegen gesehen haben, wen ich heute im Podcast habe.
00:04:21: Da habe ich direkt ein Feedback bekommen an mich von der Jessica.
00:04:24: Und ihr habt gesagt Ich war damals bei Fuck Fake bei Sandra!
00:04:28: Das waren ganz, ganz tolle Vorträge.
00:04:29: also da freu
00:04:30: ich mich
00:04:31: Ob ihr die Aufzeichnungen draußen habt oder werden Zugang zu den Aufzeichen und hat unbedingt den Vortrag von der Sandra nochmal anschauen.
00:04:40: Ja, meine Liebe!
00:04:42: Du bezeichnest dich als Rebellin seit immer.
00:04:44: Zumindest habe ich das im Material gelesen.
00:04:47: Deswegen würde ich mit dir so bei jeder hellen Reise auch gerne in deiner Jugend starten In deiner Kindheit, in deinem ganz frühen Selbstbewusstsein Also vielleicht Schulalter.
00:05:00: Wo bist du aufgewachsen?
00:05:01: Wie bist du sozialisiert?
00:05:02: Erzähl mal ein bisschen was.
00:05:04: Obwohl ich nicht aufgewachsene, dann müsste sie da würde Lisa jetzt schon lachen.
00:05:08: Grüße gehen raus an den schäbischen Teil.
00:05:12: Ich komme aus Karlsruhe und bin in Karlsburg geboren oder um Karlsroh rum in Etlingen aufgewaxen Und habe auch diesen Dunstkreis niemals verlassen bis Zwei-Tausendfünfzehn.
00:05:23: Dann bin ich nach Worms gezogen, da lebe ich heute.
00:05:25: Also nicht so weit weg aber immerhin das Bundesland gewechselt mit dem Herzen immer noch in der Fächerstadt.
00:05:32: Okay.
00:05:34: Hattest du Geschwister?
00:05:35: Wie sieht's denn da aus?
00:05:36: Bist du Einzelkind?
00:05:37: Nee, ich bin alleine aufgewachsen und meine Mutter wollte so sehr nicht dass sich ein verwöhntes Einzelkind bin, dass sie mich da immer wieder dran erinnert hat!
00:05:47: Okay, kannst Du Dich so erinnern?
00:05:49: wann oder anders?
00:05:51: Ich frage immer gerne... Wann hast du die ersten bewussten Erinnerungen an deine Kindheit?
00:05:56: Meistens ist das so wie die Schulzeit, wenn man eingeschult wird oder so um diese Zeit.
00:06:00: Es ist bei dir auch so und Max immer kurz beschreiben was war die kleine Sandra für ein Kind?
00:06:06: Die kleine Sandra ist gerne drin gesessen.
00:06:09: Das fand meine Mutter auch schon nicht so doll, sie hat mich immer rausgescheucht zu den anderen Und wenn ich mir überlege wie gern ich heute draußen bin als kind überhaupt gar nicht Nicht.
00:06:19: Ich wollte drin sein und lesen Ich wollte einfach nicht raus, die anderen sind immer alle rausgerannt und haben da wunderbar was getan und gespielt.
00:06:25: Und Banden gebildet und waren eben im Gestrüpp.
00:06:29: Ich wollte mal drin sein und lesen ich wollte meine Ruhe haben was super ist dass ich heute Fehlänzerin bin und alleine in meinem Büro sitze.
00:06:38: Also so war ich schon als Kind.
00:06:41: Ich hatte dann zwischendrin auch mal eine Pferdephase, aber die war irgendwie auch nicht wirklich ernst gemeint.
00:06:45: also ich war wirklich gerne drin und gerne in den Büchern.
00:06:48: Also schon ganz, ganz früh habe ich wahnsinnig viel gelesen.
00:06:52: Hat jetzt auch nicht so viel geholfen, aber es war schön!
00:06:56: Und ja, weil du sagst erster Erinnerung.
00:06:59: Ja natürlich!
00:07:00: Also das geht zurück in Schule vielleicht Kindergarten?
00:07:03: Da gibt es eine witzige Anekdote die ist mir erst vor wenigen Jahren wieder eingefallen.
00:07:09: Im Kindergat... Das muss im Kindergaten gewesen sein.
00:07:11: Das war nicht in der Grundschule, das war noch im Kindergartens.
00:07:14: Da hatten wir Übernachtungspartys und ich weiß Es war Herbst oder Winter.
00:07:20: Ich hatte ne fette Wollstrumpfhose an und einen Rock kreischend, weinend und völlig aufgelöst zu einer dieser, wie nennt man die Erzieherinnen-Geraspinnung gesagt hat.
00:07:33: Der hat mir unter den Rock geguckt!
00:07:36: Und dann war halt irgendwer der irgendwie diesen Rock festgehalten hat?
00:07:41: Ich war der Meinung das sei überhaupt nicht in Ordnung.
00:07:44: Also ja hab da gleich mal einen Aufstand geprobt.
00:07:47: Daran erinner ich mich tatsächlich gut.
00:07:48: Einzige Erinnerungen an den Kindergarten bis auf die Pasteleien, die man da halt so tut.
00:07:53: Witzig hier... Aber es hatte keine Konsequenzen für den Täter sozusagen?
00:07:59: Ich weiß es nicht mehr.
00:08:00: Ich kann mich nur noch an diese Situation erinnern, wie ich das erlebt habe und wie ich mich darüber beschwert hab.
00:08:06: Wie das dann aufgelöst wurde... Ich habe keine Ahnung mehr!
00:08:09: Ich weiß nur dass ich das ganz furchtbar fand und total ungerecht, dass er das jetzt mit mir machen darf.
00:08:15: Könnte man jetzt sehr viel reininterpretieren.
00:08:16: aber ja als Kind hatte ich ja keine Ahnung von gar nix und war einfach nur unzufrieden mit der gesamten Situation.
00:08:23: Aber weißt du, das ist wieder so ein schönes Beispiel für euch da draußen auch.
00:08:26: Und wenn es dem einen oder anderen Stammhörer auf die Nerven geht... Sorry dafür!
00:08:32: Meine Domäne ist ja Storytelling und am Ende sage ich immer egal ob's Business ist oder Leben oder Liebe oder Schule oder was auch immer also im Leben generell.
00:08:42: Du erinnerst dich nicht mehr an den Namen wahrscheinlich des Jungen?
00:08:45: Du erinnerst dich nicht an die Namen der Erzieherin.
00:08:49: Du erinnerst dich wahrscheinlich auch nicht mehr an den Tag und die Stunde, aber du erinnerst dich genau an das Gefühl.
00:08:55: Und das ist crazy!
00:08:56: Das ist so crazy.
00:08:57: wir merken uns Gefühle so intensiv.
00:09:00: deswegen kann man mit Storytelling so tolle Sachen machen.
00:09:03: Du hast gesagt, du hast viele Bücher gelesen schon früh.
00:09:06: gibt es irgendeins aus deiner frühkindlichen Phase dass dich besonders geprojektet hat?
00:09:12: So ein Lieblingsbuch
00:09:14: Klassiker, Ronja Räubertochter.
00:09:16: Hab ich von meinem Papa geschenkt bekommen?
00:09:18: Habe ich immer noch ... Diese Version steht immer noch neben mir im Bücherregal.
00:09:21: Geschenkt bekomme mannenzehnhundertsechs und achtzig.
00:09:24: da war ich, weil er kurz neun.
00:09:27: Das war so zum ersten Mal dieses Jahr.
00:09:31: Ich verstehe die!
00:09:32: Ich weiß warum sie das macht und ich will auch so sein.
00:09:36: Also wirklich der Klassiker ja.
00:09:39: und dann kam relativ schnell schon diese ganzen Fantasie-Geschichten.
00:09:42: Wolfgang Holbein hat mit seiner Wadde Tochter, Frau, Tante ... Pusine?
00:09:48: Ich weiß es nicht!
00:09:49: Mit irgendwem zusammen die den gleichen Namen trägt.
00:09:52: Bücher geschrieben für Kinder.
00:09:54: So fantastische Geschichten und die haben mich sehr schnell in die Fantasywelt geholt und mit zwölf habe ich zum ersten Mal der Ringe gelesen.
00:10:01: das war ein bisschen früh Ich hab's trotzdem geliebt und das hat mich nie mal losgelassen.
00:10:06: Okay, ja cool!
00:10:09: Die Frage die ich damit verbinde... Also ich habe eigentlich zwei wichtige Fragen sozusagen.
00:10:14: Die eine ist spontan, die andere steht im Skript, die im Skrip steht laute du wolltest dazugehören?
00:10:19: Und hast dich dann in der Phase scheinbar auch angepasst so in der Schule oder so?
00:10:24: Zumindest hab' ich das Deiner Wieter entnommen Max kannst Du gerne gleich mal kommentieren.
00:10:28: Da hast Dich am Anfang angepasste und irgendwann kam halt der Punkt dass Du für Dich als kleiner Mensch in Anführungszeichen, als junger Mensch gespürt hast.
00:10:36: Das bin aber irgendwie nicht ich.
00:10:38: Kannst du dich an dem Moment noch erinnern?
00:10:41: Ah war's so!
00:10:41: Hast Du Dich am Anfang angepasst weil es halt alle tun, weil Mainstream eben Mainstream ist und alles im Prafen setzt sich hin und sehen sowieso aus und gehen zum Sport und spielen mit Puppen oder was weiß ich was ja, was eben dann so normal ist in dem Alter.
00:10:55: Und hast Du dann irgendwann den Punkt gehabt oder das so indirekt gespürt hast?
00:10:59: Das bin ich nicht.
00:11:01: Das ist total... Spannend, weil ich... Weil mir das jetzt erst auffällt.
00:11:06: Wo du das so sagst oder in Verbindung bringst Ja tatsächlich hat es früh angefangen.
00:11:12: Ich sage ja immer, ich bin ja nicht absichtlich Rebellin!
00:11:15: Ich sage nicht, ich will um der Rebellion willen Rebellen sein, weil sich das super finde.
00:11:19: Sondern dass ist einfach irgendwie passiert Weil Du sagst mit Puppen gespielt Nee?
00:11:23: Ich hatte Immer Stofftiere In meinem Puppe Wagen Oder in dem Gefährt was man da halt so mit sich rumgetragen hat Und ich weiß noch Das meiner Oma Gott hab sie seelig oder welche macht auch immer da oben.
00:11:36: Der war das immer peinlich, dass jetzt ihre Enkelin nicht mit den Puppen da lang fährt sondern dass da immer die ganze Armada an Stofftieren drin hockt.
00:11:45: also das war schon so ein Punkt.
00:11:46: ich habe wahnsinnig gerne mit Autos gespielt was jetzt keinen weiteren Einfluss auf meine Entwicklung hatte aber es waren halt keine Puppe.
00:11:53: Ich hatte auch Puppem aber die waren mini wichtig.
00:11:55: Die Stofftiere waren immer super.
00:11:57: Also das war schon mal das erste, wo ich es anders gemacht habe ohne dass mir das natürlich damals in irgendeiner Form aufgefallen ist.
00:12:03: Naja und vielleicht kannst du auch dieses Ich will nicht draußen mit den anderen sein schon dazu zählen?
00:12:11: Ich hatte nie so weit ich mich erinnern kann einen großen Freundeskreis oder diese Nummer mit Klicke und alle zusammen.
00:12:17: und so hatte ich nie!
00:12:19: Ich hatte Freunde und Freundinnen Gott sei Dank natürlich wichtig aber nie viele Gerade Schulzeit, natürlich immer schwierig.
00:12:29: Es gab bei euch bestimmt auch die Elite, die dann vorgegeben hat was man will zu tun hat.
00:12:36: In meiner Zeit war das Gabs eine Phase von beigefarbene Fünf Null Eins Jeans und rot-weiß karierte Blusen.
00:12:45: also für uns Mädchen und Frauen Eine gruselige Kombination.
00:12:50: Ich kann heute null verstehen wie ich das damals toll fand aber es hatten sie alle an.
00:12:55: Das war so die Uniform.
00:12:57: Und ich hab mir das auch gekauft, also wenn ich da dran denke, es muss furchtbar ausgesehen haben...
00:13:02: Das waren so Mitte-Achtziger oder?
00:13:03: Kann das sein?
00:13:04: Ja,
00:13:05: also sie erinnte Achtzige!
00:13:06: Ich bin achtundachtzig aufs Gymnasium gekommen und dann irgendwann danach war diese, ja gruselig, also nein
00:13:15: warum?!
00:13:15: Ich würde mich gerne schütteln damals und würde mich gern fragen, warum?
00:13:19: Also ich weiß, warum ich das angezogen habe.
00:13:21: Ich wollte halt dazugehören zu den tollen.
00:13:24: Aber hey, doch nicht mit Bayesian Jeans.
00:13:26: Wirklich nicht!
00:13:28: Aber das ist ja quasi noch so.
00:13:29: die Vor-Rebellionsphase, nenne ich es jetzt mal... Da bist du noch in den Bayesian jeans und in den gemusterten Blusen?
00:13:38: Damals fandest du's wahrscheinlich auch gut, aber irgendwie heute...
00:13:43: Also ich glaube, ich fands' nicht einmal damals gut.
00:13:45: Ich hab mir eingeredet dass sie's gut finde weil sie die anderen halt hatten und toll fanden und dann musste ich's halt auch toll finden.
00:13:51: Aber ich glaub', ich fang's damals schon nicht gut.
00:13:53: Wenn du so auf die Schuljahre eins bis sechs blickst, weil du jetzt eben schon beim Abitur warst.
00:13:57: Deswegen in die gymnasiale Stufe gewechselt bist sozusagen der Geschichte möchte ich nochmal kurz dauerhaft reflektieren.
00:14:04: Schuljahr Eins bis Sechs was warst Du für eine Schüllerin?
00:14:06: Warst Du eher laut?
00:14:07: Warste eher leise?
00:14:10: Wie warst du als Schülerin und fehl dir Schule leicht?
00:14:14: oder war Schule eher ne Last?
00:14:19: Weder noch würde ich jetzt mal behaupten.
00:14:21: Also so die ersten Jahre habe ich nur sehr schnell festgestellt, dass sich mit Zahlen überhaupt nicht umgehen kann.
00:14:25: also Mathe war von Anfang an ein Problem für mich oder generell Naturwissenschaften wobei du natürlich in der frühen Zeit erstmal nur Mathe hattest.
00:14:32: das ging nicht.
00:14:34: Ich konnte es nicht.
00:14:35: Ich erinnere mich noch, wie wir diese dämlichen Spielchen gemacht haben, dass du beim einmal eins alle müssen aufstehen und wer die richtige Antwort hatte durfte sich hinsetzen oder umgekehrt was weiß ich.
00:14:44: aufstehn und hinsetzten irgendwie so.
00:14:46: Ich war immer bei den Letzten, die aufgestanden ist oder sich hingesetzt hat, worum auch immer es dann war.
00:14:52: Also Mathe konnte ich noch nie aber das war so ein... ...ich hab's gemerkt und habe dann gedacht ja kann ich jetzt auch nicht ändern?
00:14:59: Und der Rest war ja noch sehr spielerisch.
00:15:01: also das war... So Schule war so Das macht man halt.
00:15:05: Es ist so, da gibt es keinen Weg dran vorbei.
00:15:07: Das war jetzt nicht sonderlich schlimm.
00:15:09: Das waren nicht sondernlich schön.
00:15:10: Das füllt meinen Tag oder meinen Vormittag damals ja nur mehr.
00:15:18: War das in der Grundschule zumindest nicht?
00:15:20: Ich glaube dieses Bewusstsein dafür was das bedeutet und bedeuten sollte aber vielleicht nicht bedeuten kann
00:15:26: usw.,
00:15:27: das ist alles erst später entstanden.
00:15:31: Dann würde ich trotzdem noch mal auf diesen Punkt kommen.
00:15:33: Rebellin seit immer heißt ja quasi Rebellen intrinsisch seit immer, aber so richtig geoutete Rebellien erst seit irgendwann.
00:15:43: Da gibt es irgendeinen Punkt.
00:15:45: oder du den beigefarbenen Five-Null-Eins entwachsen bist und gedacht hast ne ich ziehe jetzt mal einen bunten Ruck an oder was weiß ich?
00:15:51: Was schwarze Sachen auch sonst was also irgendwas was eben nicht dem Mainstream entspricht.
00:15:56: kannst du dich an dem Moment erinnern?
00:15:58: wann war das ungefähr so?
00:16:00: War das in dem Alter oder später früher, wie war es?
00:16:03: Es waren grüne Docs mit Stahlkappen.
00:16:05: So viel kann ich dir sagen!
00:16:06: Ich kann das zeitlich nicht mehr einordnen weil ... Ich weiß, dass es im Gymnasium war aber wann genau weiß nimmer.
00:16:12: Aber ich weiß, es waren Grüne Doc's mit Stahlkappen.
00:16:15: Die hat meine damalige Mathe-Lehrerin als Clownschuhl bezeichnet und also... Wenn man das mal ganz genau unter die Lupe nimmt, dann war auch das nicht wirklich eine Rebellion.
00:16:27: Weil ich habe es ja nicht selbst erfunden.
00:16:29: Das war halt diese Punkphase oder dieser Punk-Part an Menschen, die eben dann, weiß ich nicht mehr, C-Dessterne um den Hals trugen... Ich hatte auch ein Mercedes-Sterne, aber ich habe den nicht abgebrochen.
00:16:41: Habe ich mich nämlich nicht getraut?
00:16:43: Ich hab meinen Vater gefragt weil der jemanden im Autohaus kannte und meinte, Papa kannst du mir nicht so einen Ding besorgen!
00:16:48: Das ist so rebellisch war ich schon auch wieder nicht unterwegs... Ich glaube das war immer so'n bisschen der Wunsch irgendwo dazu zu gehören Und gleichzeitig aber auch schon dieses Na ja bei Wenn dazugehören dann halt vielleicht nicht zum ganz großen Teil.
00:17:04: Also, das war so die erste Richtung mit meinen Grünen Docs.
00:17:07: So ein bisschen anders aufzutreten als jetzt ... Das durchschnittliche Mädchen für keine Ahnung wie alt war ich da?
00:17:15: Elf, zwölf, dreizehn, sowas rum und dann mit dreizehn fing der Fuchsball an.
00:17:22: Da bin ich zum ersten Mal... also ich bin mit elf mit meinem Papa zum ersten mal im Stadion gewesen.
00:17:26: Das fand ich so toll dass ich dann so mit drei Zehn angefangen habe, so mit Dauerkarte und diesen ganzen Kram Im
00:17:32: Wildpark
00:17:33: Im Wildpark Stadion in Karlsruhe, ja wohl beim Karlshoher Sportclub.
00:17:39: Und das war viele, viele Jahre eigentlich mein Lebensinhalt!
00:17:45: Meine Mutter hat es gehasst wenn ich mit meinem Vater morgens am Frühstückstisch über die letzten Ergebnisse der Bundesliga philosophiert habe und sie nie mitreden konnte und wollte... Und klar, für ein Mädchen.
00:17:56: Für eine Frau war Fußball in dieser Zeit... Also wenn ich mir überlegt, dass ich ... ... malen ersten Spiel gesehen habe und eben ab, weiß nicht, ... ... dreihundneinzig oder so dann eben meine Dauerkarte hatte, da waren noch nicht so viele Frauen im Stadion.
00:18:10: Da waren vor allem nicht so viel Frauen so leidenschaftlich mit am Start.
00:18:15: Und Frauen waren noch längst nicht so akzeptiert wie sie das heute sind, obwohl sie es heute immer noch nicht... ganz großen Stil sind, aber damals war das ja so ein ... Was hast du hier zu suchen?
00:18:27: Also es war schon alles nicht so einfach.
00:18:29: Aber das war das erste Mal, dass ich vielleicht um deine Frage anders rundzu beantworten, das erste mal, dass sich das Gefühl hatte, da könnte ich jetzt hingehören.
00:18:39: Weil in der Schule hab' ich nie dazu gehört, nie hingehört und diese Bankphase war auch nie wirklich ernst gemeint weil die Musik hat mich gar nicht so sehr interessiert.
00:18:50: Und dann kam der Fußball und das war das erste Mal zumal du hier im Stadion natürlich auch ein wahnsinniges Gemeinschaftsgefühl hast.
00:18:56: Klar, Fans untereinander – es gibt einfach viel!
00:18:59: Das war das Erste mal wo ich gesagt habe ja da bin ich richtig, da will ich auch bleiben und das hab' ich dann ja auch über dreißig Jahre getan.
00:19:08: War das jetzt quasi so dass dieses Ich bin in der Schule nie so richtig?
00:19:11: Ich gehöre so nie so wichtig dazu.
00:19:14: aber jetzt in dieser Fan-Kruppe... Da ist das sozusagen On the fly passiert das.
00:19:20: Ich bin da mittendrin, wir freuen uns zusammen beim Tor und fahren zur Auswärtsspielung.
00:19:25: Wir sind einfach eine Großkraut die alle genau das gleiche Mindset haben.
00:19:28: Und ich bin mittendrinn.
00:19:30: War das quasi so ein Erkenntnis?
00:19:35: Oder hattest du vor dem Fußball auch schon in der Schule das Bewusstsein?
00:19:39: Ich gehöre irgendwie nicht dazu und möchte es aber nicht oder... Also ich bin immer noch auf der Suche nach dem Punkt wo ein junger Mensch merkt Ich bin irgendwie anders im Sinne von, ich gehöre jetzt nicht dazu und das spitzt sich eigentlich dann für mich in der Helden-Reise zur Frage war das für dich quasi ein Pain Point oder war es einfach nur sozusagen ein Bewusstsein?
00:20:02: Das ist ja beides möglich.
00:20:04: Ich weiß!
00:20:05: Ich meine ich kenne die Helden Reise oder die Methodik Und ich hatte diesen Erweckungsruf, dass ich jetzt auf die große Reise gehe.
00:20:13: Hatt' ich da noch nicht?
00:20:14: Ich glaube mir ist erst viel, viel später bewusst geworden wie das eigentlich alles war.
00:20:21: Weil für mich war's immer so!
00:20:24: Ich hatte ja nie dieses... Oss war alles toll.
00:20:26: Ich hatte wahnsinnig viele Freunde und Freundinnen und super und auf einmal war es alles nicht mehr so.
00:20:31: Ich kannte es ja nicht anders.
00:20:33: Ich kante Schule Und drumrum, nur mit... Es gibt nicht viele die mich da dazuzählen.
00:20:42: Die mich irgendwie dabei haben wollen und so.
00:20:44: Es gibt ein paar.
00:20:45: Sonst wäre es mir glaube ich früher aufgefallen dass da irgendwas anders ist aber das waren nie viele und es war auch so.
00:20:53: wie soll ich ihn sagen?
00:20:55: Du hast diese Dynamiken in der Schule einfach.
00:20:59: Da gibt es die tollen, da gibts die komischen, dann gibts den Nerds, dann gibt's die mit dem Metal-Shirt und dann mit dem Lederkoffer, die schon damals auf Business gespielt haben.
00:21:12: Und ich war irgendwo dazwischen und bin da halt so ein bisschen rumgeeiert.
00:21:15: Also es gab diesen Punkt lange nicht.
00:21:17: Ich mein, den gabs irgendwann schon aber er kam erst relativ spät... Ich weiß nicht mehr wann das war, aber da gab es natürlich meinen großen Punkt mal.
00:21:28: Der praktisch mein Leben geprägt hat auch wenn mir das auch erst seit wenigen Jahren bewusst ist.
00:21:33: ja das waren natürlich auch noch Schule.
00:21:38: Hast du irgendwann mal sozusagen das Systematisch?
00:21:41: reflektiert, bist du mal in der Therapie gegangen oder hast du mal irgendwie meditiert?
00:21:45: Oder keine Ahnung.
00:21:46: Irgendwas anderes gemacht?
00:21:47: weil du ja jetzt schon mehrfach gesagt hast ich weiß das erst seit ein paar Jahren und ich habe beißt es auch erst seit einem paar jahren gab's dann irgendwann so einen punkt an dem du gesagt hast Ich will jetzt mal rückwärts in meiner vita die dinge durch leuchten oder ist Es quasi automatisch passiert?
00:22:02: dass gab es.
00:22:04: Das war zufall.
00:22:06: Ich arbeite ja eigentlich als diejenige auf der Seite, die Personal Branding für andere entwickelt.
00:22:13: Und habe das aber dann irgendwann mit einer Bekannten von mir auch gemacht und hab gesagt hey du bietest es doch ähnlich an.
00:22:21: ich würde das gerne mal selbst durchmachen damit ich mal verstehe was auf der anderen Seite passiert wenn mich jemand diese Dinge fragt.
00:22:29: Jemand bei mir versucht, meinen Markenkern rauszufinden.
00:22:34: Und dann hab ich das gemacht mit der lieben Irina und die Irina hat dann ein paar wie heute war es recht klassische Übungen mit mir gemacht.
00:22:41: Ich kannte sie da noch gar nicht.
00:22:43: für mich war das sehr erhellend.
00:22:44: Die hat nämlich irgendwann zu mir gesagt so pass mal auf.
00:22:47: Wir gehen jetzt mal zurück in der zeit ähnlich wie du das gerade gemacht hast und schreiben wir auf Die lowest lows und die highest highs die du da so hattest die besten sachen die schlimmsten Sachen.
00:22:59: Und dann ging das, ich fass es mal so ein bisschen zusammen.
00:23:01: Dann ging das in Jahrzehnte gepackt okay was war da?
00:23:05: Das Schlimmste.
00:23:06: und am Schluss hat sie gemeint so jetzt fasst du dass in einem Big Picture den einen Satz zusammen Was dein negatives Big Picture ist.
00:23:16: und das gleiche haben wir mit den positiven Dingen auch gemacht wobei der Mensch ja so gebaut ist dass die negativen Dinge natürlich immer viel gewaltiger sind und viel tiefer greifen.
00:23:24: Deswegen hat mir das mehr geholfen darauf zu gucken Und das war eben vor ein paar Jahren, ich müsste jetzt nachschauen wann es war.
00:23:33: Das war das erste Mal dass ich begriffen habe was ich jetzt auch schon erzählt hab mit in dem Kindergarten und hier und die Schule, dass das mich wahnsinnig geprägt hat.
00:23:44: mir war das nie aufgefallen.
00:23:45: für mich war das halt meine Geschichte langweilig hab doch nichts zu erzählen.
00:23:50: und dann kam mir irgendwann einen Moment mal dieses Big Picture, wir haben das damals.
00:23:56: Die negative Version war, haben wir genannt... Du hast Macht über mich!
00:24:01: Also von meiner Perspektive aus zu jemand anderem gesagt Wenn jemand Macht übermich hat kriege ich sofort wenn ich nur diesen Satz ausspreche so ein furchtbares Gefühl von Ohnmacht Im wahrsten Sinne des Wortes ohne Macht und Klumpen im Bauch Und ganz kalt wird's mir da weil ich denke Ich will dass nicht.
00:24:22: Das fängt dem Kleinen an, wenn du jetzt zu mir sagst, morgen um zwölf will ich das Dokument von dir.
00:24:29: Dann denk' ich Nö!
00:24:31: Warum?
00:24:32: Weil du dann die Macht über mich hast, mir das zu sagen und es geht bis ins Große dass mir ein Junge im Kindergarten den Rock anfasst oder was der Welt ist.
00:24:42: also diese kleinen Dinge, die großen Dinge ganz furchtbar Und umgekehrt ins positive übertragen, damit ich da jetzt natürlich nicht jeden Tag aufstehe und sage, das ist mein negatives Big Picture.
00:24:55: Haben wir das gewandelt in?
00:24:58: Ich werde gesehen und gehört.
00:25:00: Und dass es genau das wofür ich ja heute im Job auch kämpfe.
00:25:04: Weil ich will, dass ich als die gesehen werde, dich bin!
00:25:09: Und nicht beige-fünf-null eins weil das halt alle anziehen.
00:25:14: Diese Ohnmacht, wenn du das Gefühl hast jemand ergreift in diesem Moment die Macht über dich.
00:25:22: Aus welchen Grund auch immer ist es sozusagen die Konsequenz?
00:25:26: aus einem hohen Drang nach Selbstbestimmtheit und Freiheit.
00:25:29: oder wo kommt das her?
00:25:31: Habt ihr das rausgearbeitet würde mich jetzt tatsächlich mal interessieren.
00:25:35: Ich könnte das zurückführen auf etwas was ich aus den Vereinigten Staaten kennengelernt habe.
00:25:41: da gibt es eine Schriftstellerin AutorInnen Gretchen Gruben, die auch ein Podcast hat.
00:25:47: Die sehr, sehr erfolgreich ist mit ihren Büchern und die hat einen Persönlichkeits-Framework entwickelt.
00:25:55: Und darin gibt es ihrer Meinung nach vier Arten von Menschen – ich mache jetzt mal sehr dicke Anführungszeichen drum herum – und da geht es um Erwartungshaltung.
00:26:05: Das finde ich total spannend!
00:26:06: Ich habe die vor, lasse mich nicht lügen, elf Jahren, zwölf Jahre hingelernt und habe ganz viel dazu gelesen.
00:26:13: Das kommt ein bisschen drauf an, wie die Menschen reagieren auf innere Erwartungen.
00:26:18: Also sowas wie Neujahrsvorsätze ich will aufhören zu rauchen, ich will zehn Kilo abnehmen und äußere Erwartung also das was ich eben skizziert habe.
00:26:27: Ich brauche morgen von dir um zwölftes Dokument oder ich will dass du was auch immer tust.
00:26:34: Und da gibt es die kleinste Gruppe Die nennt sich Rebel bei ihr.
00:26:38: Das hat jetzt aber mehr Zufall, dass ich mich auch so nenne.
00:26:42: Das sind die, die innere und äußere Erwartungen sogar nicht leiden können.
00:26:46: Und ich falle nach total rein!
00:26:48: Ich gebe dir ein Beispiel... Also wenn irgendwer zuhört und mir einen Gefallen tun will schickt mir Toffifee oder schickt keine Toffifee weil da liegt nämlich der Hase im Pfeffer.
00:26:58: Mal angenommen?
00:26:59: Wir werden in einem Raum wir beide unter Läge eine Packung Toffiffee und da wären vielleicht noch fünf Stück drin.
00:27:07: Ich bin mit der Hand schon auf der Packung, ich würde dir alle fünf essen.
00:27:10: Und du sagst zu mir, Lusandra ist doch diese Fünf-Toffifee?
00:27:15: Ich ess die jene nicht!
00:27:16: Dann is' die Packung leer.
00:27:19: In dem Augenblick... Du könntest sie mir am Bändel wie die Karotte beim Hasen vor die Nase hängen.
00:27:25: Ich ess di nicht auch gar keine Fallessigti, du müsstest eher sagen, du isst die jetzt nich.
00:27:31: und dann würd ich denken...
00:27:34: Ist bitte jetzt diese fünf Toffe, finde ich.
00:27:36: Zack, weg sind sie!
00:27:37: Genau
00:27:38: so?
00:27:38: Ist die bitte in den nächsten dreißig Minuten, wenn nicht angehört wird... Nicht adden,
00:27:41: du könntest es umsetzen.
00:27:42: Ich habe
00:27:42: die Systematik verstanden.
00:27:45: Da hab' ich aber tatsächlich noch eine Anschlussfrage und schon hängen wir wieder im Skript.
00:27:48: Das macht dabei gar nichts.
00:27:48: Ich find's mega spannend.
00:27:49: und auch megashöhn und dankeschön dass Du das so offen auch teilst.
00:27:53: Aber ich glaube schon eine sehr wichtige Frage an der Stelle.
00:27:58: Du sprichst ja jetzt immer von Druck, von außen.
00:28:00: Ich finde übrigens auch die Oma mit der Erwartung dass eine Puppe drin liegen muss aber wahrscheinlich auch schon so ein Ding unbewusst von der kleinen Sandra.
00:28:09: Unabhängig davon das Kuscheltiere fand ich jetzt auch süß also egal anyway.
00:28:13: Aber die Frage ist die ich jetzt habe Das ist ja immer Druck von außen, den du beschreibst.
00:28:18: Also ist die Toffi find ich gibt mir das gegen Geschäftsbericht bis morgen sei so oder sei so zieht sich so oder zieh dich so an.
00:28:25: Es ist dann die Gesellschaft dein gegenüber.
00:28:27: wenn wir zwei in einem Raum sind Ich der denn sozusagen dir von Außen die Macht überdehe ich übernimmt passiert dass auch bei dir selbst.
00:28:36: Also die Frage, die ich mir jetzt stelle ist.
00:28:38: Was ist denn wenn du zu dir sagst?
00:28:39: Du Sandra morgenfrisch, das sind mal Macht auf den Machtsbett?
00:28:42: also Ich rede mit mir manchmal so besprechen solche Dinge ja.
00:28:45: Ich sitze dann auf dem Bett und denke habe ich jetzt Lust das zu machen und machst es jetzt make your bed im Morgen So Und dann ist es ja quasi sozusagen ein intrinsischer Druck der da entsteht und übernimmst ihr selbst die Macht über dass tun.
00:28:59: Wie ist es denn da
00:29:01: geht genauso wenig Wenn ich zu mir sage, du stehst jetzt aber morgen gefällig zum Acht auf dann werde ich entweder um sieben oder um neun aufstehen.
00:29:07: Einfach nur damit ich nicht um acht aufstehe so wie es von mir erwartet habe.
00:29:13: Es gibt da nur eine Strategie die funktioniert.
00:29:16: Ich bin mit einem unglaublichen Durchsetzungswilden gesegnet wenn ich etwas will.
00:29:23: Ich kann einen Halbmarathon rennen was ich mal getan hab.
00:29:27: Da bin ich gestürzt und hatte offene Knie.
00:29:29: Es war nicht weiter wild, aber es war auch unschön!
00:29:31: Ich hätte diesen Halbmarathon auf einem Bein fertig gerannt.
00:29:35: Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe dann wird das passieren egal wie um jeden Preis wenn es mich betrifft.
00:29:43: also ich gebe schon acht auf andere.
00:29:44: Aber was mich betrift?
00:29:46: Wenn des bein ab ist, ist mir egal.
00:29:49: Aber ich muss es wollen.
00:29:50: Ich kann es nicht von mir erwarten.
00:29:52: dass es ein ganz feiner Unterschied Den kann ich schwer erklären, aber ich weiß ihn sofort.
00:29:59: Natürlich habe ich das schon so oft versucht mir selber zu sagen, jetzt mach mal!
00:30:04: Nee, ich mache dann eben nicht es funktioniert nicht Ich muss es selber wollen Dann geht's.
00:30:11: Aber wie ich mich dazu bringen etwas zu wollen hab' ich noch nicht rausgefunden.
00:30:17: Okay, dann habe ich zu diesem Block sozusagen noch einen Abschluss vorher gedehnt interessiert mich auch wahnsinnig und ist glaube ich auch sehr Auf einer Meterebene, deswegen weiß ich gar nicht ob die jetzt schon gut positioniert ist.
00:30:29: Wenn du nur nicht magst, reden wir später darüber.
00:30:31: aber die Frage ist Du hast ja dann irgendwann diesen Moment gehabt an dem du gemerkt hast okay dieses dazugehören ist nicht so mein Ding.
00:30:39: Dann gab es diese Geschichte mit den Fußballfans wo du plötzlich in dieser Gruppe warst und das auch sich für dich gut angefühlt hat.
00:30:45: weil eigentlich haben ja Die Fußballspiele auch die Macht über dich übernommen heißt haben sie gut gespielt?
00:30:50: an dem tag warst du gut drauf.
00:30:52: Wenn du ein richtiger Fan bist, hast du ein bisschen schlecht gespielt?
00:30:54: Du hast dich geärgert.
00:30:55: Also du konntest das ja nicht beeinflussen.
00:30:57: Du warst in dieser Menge drin und du hast mit denen gejubelt oder geweint so sag ich jetzt mal.
00:31:01: Und das heißt, du gibst Macht ab.
00:31:03: Trotzdem hat sich für dich gut angefühlt.
00:31:05: also so habe ich es jetzt nur.
00:31:07: Aber die Frage, die ich mir gestellt hab schon da zu dem Zeitpunkt, die zieht sich eigentlich dann durchs Leben durch wie wir das gleich aufarbeiten werden ist Warum bist du dann dann anders sein geblieben?
00:31:20: Also, wenn man sich irgendwann entscheidet ich bin nicht Mainstream.
00:31:24: Ich bin jetzt anders Dann ist es ja nicht der leichte Weg.
00:31:28: Das ist ja also vermeintlich nicht der Leichte Weg.
00:31:30: Anders zu sein ist ja Vermeintlich erst mal Nicht mainstream Du schwimmst nicht mit dem Strom und was das alles so für Formulierung zu dem Thema gibt.
00:31:39: aber ich glaube du weißt was ich meine.
00:31:42: Was ist die Motivation dann zu sagen ich will aber so sein wie ich bin weil Ja, das bin ich halt.
00:31:48: Es war keine Entscheidung... Also natürlich ist es irgendeine Entscheidung.
00:31:53: Ich hätte ja genauso gut auch sagen können, ich mach's mir einfach und machs wie die anderen.
00:31:57: Aber es ist so ein ... Das geht nicht!
00:32:00: Das wäre gegen meine Natur.
00:32:02: Ich glaube, dass ist der Zeitpunkt an dem ich mal die wichtigste Geschichte erzähle, die in der Schule passiert ist, die ich immer wieder auf Vorträgen erzähle weil sie einfach wahnsinnig gut auf den Punkt bringt wieso meine Schulzeit war und wann ich verstanden habe, dass ich wirklich anders bin.
00:32:19: Weil manchmal denkt man das ja auch nur... Also anders jetzt nicht im positiven Sinn sondern eben irgendwie nicht wie die anderen, dass irgendwie seltsam.
00:32:27: Das fand statt.
00:32:28: Ich weiß die Klasse nicht mehr ganz genau.
00:32:30: was sich aber noch weiß ist es war eine Deutschstunde vielleicht war das elfte Klasse irgendwas zwischen zehn und drei zehn also schon sage ich mal jugendlich kein Kind mehr.
00:32:42: Unsere Aufgabe von Deutschlehrer war – wir haben eine Lektüre gelesen, auch an die kann ich mich nicht erinnern.
00:32:47: Aber der Deutschleher hat an die Tafel geschrieben zehn Charaktereigenschaften der Hauptperson und meinte dann, er würde uns bitten, an die Tafel zu gehen und einen Strich an die TAFEL zu machen bei der Eigenschaft, von der wir denken das wäre die passendste, die am besten beschreibendste für diese Person.
00:33:06: Alles sind aufgestanden, sind an die Tafel und haben ihren einen Strich gemacht.
00:33:11: Sandra ist aufgestandt und hat bei allen zehn eines Striches gemacht.
00:33:15: Kollektives Augenrollen im Klassenzimmer Lehrer inklusive.
00:33:20: Ich habe das nicht gemacht weil ich es anders machen wollte.
00:33:24: Ich hab' das nicht gemacht um zu rebellieren oder zu boykottieren oder mich als was Besonderes rauszustellen könnte man vermuten so nach dem Motorjahr die wieder.
00:33:33: Ich habe darüber nachgedacht über diese Aufgabe Und dann ging mein Hirn, naja.
00:33:39: Der könnte ja aber auch das und das ist er eigentlich auch und in der Situation war er ja so.
00:33:43: also habe ich mir was beigedacht.
00:33:45: Das Ergebnis war zehn Striche.
00:33:48: Nach dieser Stunde als ich ja dieses Augenrollen war ja schon hörbar Was war hörbar fühlbar sichtbar?
00:33:55: Nach der Stunde kam mein Klassenkamerad Sebastian zu mir und meinte dann zu mir weißt du Sandra dich mag hier niemand Du machst es ja immer anders.
00:34:07: Und ich sage mal so, heute kannst du mir sowas sagen und dann finde ich das immer noch schade.
00:34:13: aber dann juckt mich das relativ wenig weil ich das kenne.
00:34:16: Aber in der Schule war es halt echt schwer also das war schon hart das so zu hören ins Gesicht gesagt zu bekommen.
00:34:24: Tut ich mag hier übrigens niemand?
00:34:27: Du machst es ja immer anders Und da habe ich echt lange drüber nachgedacht.
00:34:32: Zum einen war das Augenöffnend, also ich bin Sebastian eigentlich immer noch dankbar, dass er der war, der es dann halt mal ausgesprochen hat was alle gedacht haben weil ich da verstanden hab okay ich bild mir das nicht ein und okay ist wohl wirklich so Das hat mir irgendwie schon auch geholfen.
00:34:47: Auf der anderen Seite war das halt auch eine Gewissheit wo du dann echt denkst obala?
00:34:52: Irgendwie wie gehe ich denn jetzt damit um?
00:34:55: So eine Art Befund plötzlich, die
00:34:57: ausgesprochen
00:34:58: war.
00:34:59: Ja genau so eine Wahrheit, die irgendwie über mir geschwebt ist und dann eben ausgesprochen war.
00:35:05: Und ich habe jetzt auch nicht gesagt naja gut dann ist es so... Ich musste das ja erstmal verstehen was bedeutet das jetzt?
00:35:13: und so weiter.
00:35:14: und das war dann der Punkt.
00:35:17: Ich habe ja dann an vielen Stellen gemerkt, wenn ich dazu gehören will, muss ich halt irgendwie tun wie die anderen.
00:35:22: Da muss ich eben doch Beige Jeans anziehen und auch was die Schule angeht also den Unterricht selbst.
00:35:29: Naja, dann machst du halt nur ein Strich!
00:35:31: Auch wenn du denkst es sind eben zehn richtig... Dann schreibst du halt was die Lehrer und dererinnen hören wollen damit das irgendwie funktioniert, weil hätte ich mein Stiefel durchgezogen.
00:35:41: Hätte ich ja im Leben keinen Abschluss gehabt?
00:35:43: Ich habe ein Abi mit einem mittelguten Durchschnitt... Das ist alles fein!
00:35:47: Nicht dass sich das bräuchte aber ich hab ihn nun mal gemacht.
00:35:51: Ich hätte den nicht geschafft, nicht mehr ansatzweise wenn ich einfach weitergemacht hätte ...mit ich bin aber ich.
00:35:58: und dann zu verstehen dieses Anpassen bringt mir den Erfolg vermeintlich oder in dem Fall tatsächlich, da könnten wir über das Bildungssystem nachdenken.
00:36:09: Das war dann natürlich auch so eine Sache.
00:36:10: ich habe das danach dann, ich hab verstanden okay es funktioniert, das war innerlich ein bisschen blöd und das war auch irgendwie anstrengend.
00:36:17: aber naja wenn ihr das so haben wollt könnt ihr das zu haben.
00:36:20: Und dann habe ich das nach der Schule weiter gemacht.
00:36:23: Ich
00:36:23: bin in die Werbeagentur gegangen und hab gedacht wow Es ist alles so kreativ, das ist doch toll.
00:36:30: Hier kann ich ja jetzt endlich Ich selber sein hier kann ich hier kann nicht jetzt anders sein.
00:36:35: Mh, ne!
00:36:35: Ja, wir haben hier stehen.
00:36:38: Richtig.
00:36:39: Das war mein erster Schritt in die Werbeagentur.
00:36:41: Ich dachte Jetzt ist alles super.
00:36:42: Jetzt ist Alles gut für immer weil Werbe-Agentur Die Kreative Welt Am Arsch auf gut Deutsch Anders Denken War Da Toll Kreativ denken, Kampagnen entwickeln andere Wege finden.
00:36:56: Ja das war gefragt.
00:36:57: anders sein auf gar keinen Fall!
00:37:00: Ich war diejenige die pünktlich gegangen ist abends und ich kann dir sagen in der Werbeagentur bist du damit sehr alleine alle Nachtschichten alle lange geblieben.
00:37:10: alle haben zusammen gehört weil sie ja zusammen lang geblieben sind.
00:37:14: ich dachte naja ich bin hier ganz frisch dem Job ich will nach Hause.
00:37:17: also ich war einfach zwanzig.
00:37:22: Dann fing irgendwer an aufzuschreiben, wann ich denn nach Hause gehe.
00:37:26: Um dem Chef mal zu zeigen ... Die meint's aber nicht ernst!
00:37:28: Die geht ja immer pünktlich, das musst du dir mal vorstellen.
00:37:32: So war das damals?
00:37:34: Also hab' ich ja wieder nicht dazugehört.
00:37:38: Ja was machst Du?
00:37:39: Du bleibst halt lang.
00:37:41: Ich bin lange geblieben damit dich dazugehöre und hattest so dieses Gefühl von euch ja wir alle Und war dann wieder zerrissen in diesem.
00:37:48: Okay, anpassen bringt mir wohl den Erfolg.
00:37:50: Aber eigentlich bin ich nicht so.
00:37:52: was ist jetzt gut?
00:37:53: Was ist richtig?
00:37:54: und ich habe viele, viele Jahre gebraucht um zu verstehen dass ich mir als wer bin ich wichtiger bin als dieser Erfolg in Anführungszeichen beieinander zuzugehören und das hat sich dann erst aufgelöst Als ich mich selbstständig gemacht habe, als ich das nicht mehr hatte diesen Druck von anderen erwarten.
00:38:14: Wenn du kommst wenn du gehst was du machst wie du arbeitest was du zum Mittag ist was Du anhast Kalastrophe
00:38:21: Also kann ich komplett nachvollziehen verstehe ich total gut und es passt irgendwie auch genau zu der Geschichte bis dahin.
00:38:29: Bei uns ist es tatsächlich so, also ich hatte gerade so einen Rebellenmoment bei mir um das mal ein bisschen zu uns übertragen.
00:38:37: Weil wir als Agentur... Ich habe die Agentur in der Jahrhundertsund neunzehn und neunzig gegründet, also ungefähr zeitgleich Und ich hab von Anfang an abgesagt.
00:38:43: und das bis heute.
00:38:44: unser Prinzip Wir haben ganz strikte Arbeitszeiten und gibt es keine Überstunden Also gut wie keine!
00:38:51: Wir hatten im letzten Jahr glaube ich, mit einem zwanzig Mann-Team.
00:38:54: Ich glaube im Jahr in Summe in Toto über alle Zwanzig-Öhrstunden, glaube ich also quasi einer pro Mann.
00:39:02: Das heißt für uns ist um sechzehnunddreißig abends Feierabend und freitag zum vierzehundert dreißig nicht weil wir faul sind sondern weil wir entsprechend früh anfangen und weil wir unsere Kunden so konditioniert haben.
00:39:11: was sich damit nur sagen will is Eigentlich habe ich das mit dieser Rebellion auch durchgezogen, weil natürlich nine to five oder eleven-to-eleven im Marketing Agenturen Bereich ja eigentlich state of the art war.
00:39:23: Also es heißt befängst du um zehn Uhr morgens an und bleibst in die nachts auf bis zehn Und deswegen fühle mich jetzt gerade wie so ein kleiner rebel.
00:39:30: Ja Das finde ich schon ganz cool.
00:39:35: Ich würde noch einmal gerne auf dieses Ding gehen mit dich mag hier niemand Weil das hab ich auch in deiner Vita gelesen.
00:39:41: Das ist schon ein Satz, der dich sehr geprägt hat.
00:39:43: Aber ich find's megastart!
00:39:44: Das wollte ich noch mal für euch Proßen rausarbeiten, dass du direkt im Satz nachgesagt hast... ...ich bin dem Sebastian eigentlich im Nachhinein fast dafür dankbar, weil er so eine Art Mentor war und das finde ich auch ein wichtiger Appell an der Stelle.
00:39:58: Wenn so'n Gefühl da is', dass jemand sich absondert oder jemand anders es Und man sagt, dass achtsam, so achtsamm ist dann irgendwie geht in dem Alter in der damaligen Zeit, aber man geht jetzt nicht hin und macht das irgendwie bringt den Menschen Diskredit oder sowas.
00:40:14: Und sagt dem einfach hier du bist hier irgendwie anders und es mag hier keiner dann ist das manchmal sogar auch ein Brustlöser.
00:40:19: also sprich so'n bisschen Appell auch sprecht doch einfach die Wahrheit aus vielleicht nicht so hart wie sie manchmal ist aber und achtsam formuliert.
00:40:27: aber ich find's mega wichtig und auch schön von dir dass du sagst im Nachhinein bin ich dem eigentlich dafür dankbar.
00:40:32: ja weil endlich wurde diese Elefantmaus im Raum geräumt und mir auch selbst klar Ja, okay.
00:40:38: Ich bin auch anders und ich stoss damit vielleicht auch bei den anderen an.
00:40:41: und ja also genau diese Auflösung der Situation fand ich total schön an der Stelle.
00:40:48: Jetzt ist ja diese Zeit die haben wir jetzt so ein bisschen übersprungen.
00:40:51: Also wir haben jetzt sehr auf deiner Karriere auf deinen schulische Laufbahn reflektiert.
00:40:55: jetzt ist ja dieserzeit so sagen wir mal zwischen elfterklasse Und ich fange in der Werbeagentur an Auch die zeit in der man zum ersten Mal mit Geld in Berührung kommt meistens mit irgendwelchen fehlenden Jobs anderen Jobs, die man macht oder so.
00:41:09: A und B auch die in der man in irgendeinem davon andere Menschen attraktiv findet auf eine plötzlich andere Art entweder Männer oder Frauen oder was auch immer her.
00:41:18: sprich so Partnerschaftsgeschichten beginnen ja da wie war das bei dir?
00:41:22: War das auch anders im Sinne von du hast dich dafür mehr zurückgezogen?
00:41:27: oder sagst du nee das war eigentlich komplett normal
00:41:32: Was immer normal ist.
00:41:33: aber Ja Es war, wie die anderen das auch gemacht haben.
00:41:37: Und ich habe da jetzt nicht das Gefühl gehabt, euch macht es jetzt halt wenn man das so macht... Da hab' ich gar nicht darüber nachgedacht.
00:41:44: Also dadurch dass sich das irgendwie automatisch ergeben hat, wahrscheinlich habe ich das deswegen auch so genossen weil's mir nicht anders lief!
00:41:53: Die Frage, die
00:41:55: ich da auf dem Zettel stehen hab, die mich wirklich brünnd interessiert, jetzt ist ... War dein erstes Partner ein Partnerin?
00:42:01: War das zum ersten Fan?
00:42:04: Kann das aus der Fanszene oder war es dann doch irgendwie anders?
00:42:07: Nee, das war anders.
00:42:08: Jetzt muss ich das zeitlich einordnen.
00:42:10: Ich bin ja wirklich relativ früh zum Fußball gekommen aber... War das vorher?
00:42:16: Oha!
00:42:17: Das wird jetzt schwierig.
00:42:18: Okay, warte, ich muss nachdenken.
00:42:24: Ab dreizehn ungefähr beim Fußball.
00:42:26: Also es muss zeitgleich gewesen sein, aber der hatte tatsächlich rein gar nichts mit... also nur ansatzweise mit dem Fußball irgendwas am Hut und ich kannte den nicht von dort.
00:42:35: Das war einfach irgendwie das Romanum was wir da so hatten.
00:42:39: Wir waren relativ viel bei uns im Gemeindezentrum jetzt nicht weil ich sonderlich christlich oder kirchlich unterwegs gewesen wäre sondern weil es eben The Place to be war.
00:42:47: Da konnten wir in die AK spielen und was man da halt so gemacht hat
00:42:53: Der war halt einfach
00:42:54: cool.
00:42:55: Die Menschen, die du kennengelernt hast damals ... Du hattest kein Handy und Internet.
00:43:00: Wir sind ja alt!
00:43:01: Wir kannten das alles nicht in unserer Kindheit...
00:43:04: Also du bist viel, viel jünger als ich möchte gerne an der Stelle betonen aber ich weiß was du meinst.
00:43:11: Und von daher gab es gar nicht so viele Möglichkeiten.
00:43:13: also das war dann eben entweder Hobby oder halt irgendwie der Nachbar oder keine Ahnung aus der Schule.
00:43:20: Ja, also das war so normal wie etwas nur normal sein kann.
00:43:23: Völliger Durchschnitt!
00:43:25: Okay.
00:43:26: Letzte Frage nochmal zu diesem Blog bis zu dem Punkt an den wir jetzt mal ein bisschen auf deiner berufliche Karriere reflektieren und du auch dann volljährig warst, erwachsen warst groß sozusagen ja?
00:43:37: Den Kinder schon entwachsen war, wird mich noch mal interessieren auf dieser ganzen Strecke die wir besprochen haben von dem kleinen Mädchen mit dem hochgehobenen Rockbiss, also was ihr schon so intern ein bisschen gegen die Natur ging über die Schule.
00:43:53: Über dieses... ich mag hier niemanden.
00:43:57: Wie war da die Position deiner Eltern?
00:43:59: Also hast du sowas mit deinen Eltern besprochen oder in der Familie besprochen?
00:44:02: haben sie dir das Gefühl gegeben Du bist so richtig wie du bist oder habt ihr da gar nicht darüber gesprochen?
00:44:08: Wir haben kaum drüber gesprochen.
00:44:09: Ich glaube es war so'n So macht man das halt.
00:44:15: Du gehst halt in die Schule und am besten bringst du auch gute Noten mit, und... Die waren aber nicht weiter interessant.
00:44:21: Die schlechten Noten waren dann interessanter also eher so nach dem Motto da müsste man jetzt was tun, da brauchst du vielleicht Nachhilfe?
00:44:27: Also ich jetzt auch nicht helfend sondern eher so Aha!
00:44:31: Die Mattenote ist aber schlecht.
00:44:32: Jetzt müsstest du halt mal gucken dass es funktioniert.
00:44:36: Ansonsten Wie soll ich das beschreiben?
00:44:40: Ich hatte würde ich jetzt mal behaupten wollen, eine privilegierte und behütete Kindheit.
00:44:45: Weil mir nicht wirklich irgendjemand irgendwie zu nah oder blöd kam.
00:44:50: also das liegt einfach an wie ich aufgewachsen bin.
00:44:53: es war so ein typisch deutsches Dorf da gab's nichts was dem irgendwie entgegenstand.
00:44:58: alle haben alles gemacht wie man das eben so denkt.
00:45:00: alle waren weiß alle waren deutsch.
00:45:03: also wirklich hoch privilegiert und völlig ja Einheitsbrei, würde ich mal sagen.
00:45:12: Und von daher bin ich auf der einen Seite meinen Eltern sehr dankbar dass sie mir relativ viel Freiheiten gelassen haben gerade im Jugendlichenalter.
00:45:19: also ich durfte auf Partys gehen und es hat halt geheißen okay du bist um zehn zu Hause du bist zum elf Zuhause Du bist heute noch zu hause ruf an wenn was ist so das übliche?
00:45:28: Das war toll.
00:45:29: das habe Ich genossen weil ich da nie das Gefühl hatte ich müsste jetzt heimlich irgendwas tun.
00:45:34: Umgekehrt gab Es diese ich nenn's Mal Freiheit eben in allem.
00:45:38: Also es war einfach so ein Jahr nach Halt und ja, also...
00:45:44: Also Freiheit in dem Alter geht dir oft einher auch mit Führungslosigkeit oder Orientierungslosigkeit und auch mit fehlendem Halt.
00:45:51: Das habe ich sehr häufig in den Gesprächen, dass man dann merkt okay eine gewisse Stringenz in der Entziehung oder beziehungsweise einfach auch ein Interesse am Leben des eigenen Kindes ist dann oft nicht da.
00:46:02: das merkt man dann dass die Eltern uninteressiert sind oder ihr Kind nicht lieben.
00:46:06: Aber sie geben ihm die Freiheit, im Kind ist all der.
00:46:09: nimmt man es dann wahr als wo ich kann machen was ich will.
00:46:11: voll geil ja?
00:46:13: Ich kann auf die Party gehen das wird nicht länger kontrolliert Die Eckdaten die Leitplanken werden aufgestellt und zwölf bist du zu Hause.
00:46:18: wenn du das machst darfst du nächste Woche wiedergehen.
00:46:20: Ja
00:46:21: aber es ist natürlich trotzdem auch nicht irgendwie Entwicklungsförder in dem Sinne von Man tauscht sich aus man hat eine andere Perspektive und so.
00:46:29: Aber ich glaube ganz ehrlich, um deinen Eltern nicht zu nahe zu treten an der Stelle.
00:46:32: Das ist auch das Erziehungsmodell dieser Zeit gewesen.
00:46:35: Ich bin sehr froh dass es heute anders ist.
00:46:38: Also mit meinen Kindern sind sie jetzt schon groß und meine große Tochter ist sieben zwanzig die kleine neunzehn aber trotzdem reden oft also über Dinge und reflektieren die gemeinsam.
00:46:46: und so was versuche ich zu machen.
00:46:49: Das war halt einfach damals so.
00:46:51: Okay, lass uns mal ein Stück weitergehen.
00:46:52: Jetzt bist du in der Werbeagentur angekommen?
00:46:54: Du hast dich dann auch diesen Restriktionen unterworven sprich!
00:46:57: Du bist lange geblieben und so weiter.
00:47:01: Bist du zu dem Zeitpunkt immer noch zum KSC gegangen?
00:47:04: Ja... Und Frage, gehst du jetzt zur Vormars her Worms oder bist du immer noch KSC-Fan?
00:47:10: Also ich relativ neu.
00:47:11: in Wormswahl gab es mal tatsächlich witzigerweise was ein Zufall in Freundschaftsspiel zwischen Wormms und im KSC.
00:47:16: da bin ich natürlich hingegangen mit meinem Papa zusammen.
00:47:20: Ich habe es noch versucht durchzuziehen, sagen wir mal so.
00:47:24: Ich hab ja viele, viele Jahre das Stadionmagazin für den KSC geschrieben von ... ... drei bis zwanzig, siebzehn Jahre lang und habe auch ein Buch über den Ksc geschrieben und konnte mir nie vorstellen dass das mal ... Darfst
00:47:39: du gerne mal pitchen?
00:47:40: Wie heißt das?
00:47:41: Hundertelf Gründe den Karlsruher SC zu lieben.
00:47:44: Das ist eine ganze Serie.
00:47:45: die gibt's irgendwie gefühlt über jeden einzelnen Klub in Deutschland.
00:47:49: Wir sind einer davon.
00:47:52: Ach, es war ein großartiges Projekt!
00:47:54: Das war toll.
00:47:54: Weißt du auch warum?
00:47:56: Weil man mir gesagt hat... Es war sportlich im wahrsten Sinne des Wortes was den Zeithorizont anging.
00:48:02: ich bekam das Ganze nämlich eines Septembers und dann hieß es bis in Dezember muss das Ding fertig sein.
00:48:09: Wow okay, dann fange ich mal an.
00:48:14: Das war aber alles.
00:48:15: Ich wusste, ich brauche hundertelf Gründe in diesem Buch damit der Titel irgendwie dazu passt.
00:48:19: Alles andere blieb mir überlassen.
00:48:21: das war toll.
00:48:22: Aber wenn man so tief mit diesem Verein verankert ist dann sollten die Hundertelfgründe machbar sein.
00:48:28: Es
00:48:28: fühl mir leicht und es war toll weil ich eben keinerlei Rahmen hatte sondern wirklich machen konnte wie ich wollte.
00:48:35: Und dann bin ich zweitausend fünfzehn nach Worms gegangen und habe dann immer noch eine ganze Weile strickt Zum Heimspiel mich in mein Auto gesetzt und bin nach Karlsruhe gefahren, wurde irgendwann mal gefragt mit meinem Wormser Kennzeichen.
00:48:50: Warum ich jetzt aus Wolfsburg hierher käme?
00:48:52: Da dachte ich, lern du erst mal Kennzeichende, dann können wir weiter reden!
00:48:57: Und muss dann aber gestehen – das ging alles so Hand in Hand.
00:49:01: Dann kam die Corona-Zeit, es kamen die Geisterspiele.
00:49:04: Es gab gar keine Zuschauer im Stadion.
00:49:07: Das heißt, ich blieb dann zu Hause und hab festgestellt, hat ist auch ganz schön.
00:49:12: Also einfach dieses ich muss nicht am Freitagabend eine Stunde hinfahren, wenn um halb neun das Spiel anfängt.
00:49:19: Bin ich weiß ich nicht um zwölf wieder zu Hause bis sich die stunde wieder zurückgefahren bin und nach dem spiel und es dauert ja alles ewig Und habe dann irgendwann festgestellt Ja geht so also muss ich nicht mehr so unbedingt haben hatte aber da noch ganz schlimme angst davor weil mich das Jahr über Jahrzehnte definiert hat.
00:49:38: und dann habe ich durch diese Pause und den Abstand, der mir da aufgezwungen wurde verstanden was für ein dreckiges Geschäft der Fußball ist also zumindest der Herrenfußball in Deutschland und Europa und der Welt.
00:49:54: Und dann hab' ich das mit meinen Werten verglichen und habe angefangen zu denken und das sollte man nicht immer tun jedenfalls in so einer Situation nicht weil ich dann festgestellt habe dass geht nicht ein Herr mit dem was sich gut finde und mit was ich mich identifizieren kann.
00:50:10: Und der Fußball war es nicht, weil ich halt auch durch diese Arbeit am Stadionmagazin und durch die Kontakte, die ich hatte so tiefe Einblicke bekommen habe in dieses Geschäft, in den Menschen, die da arbeiten und wie sie arbeiten.
00:50:22: Es schüttelt mich immer noch.
00:50:25: Ich kann's nicht mehr!
00:50:26: Ich will nicht... Ich hab schon ganz viel darüber gelesen von anderen, denen es ähnlich geht Die sagen Sie können das immer noch?
00:50:32: Sie können's hassen und lieben Sie können den Sport toll finden und das Geschäft trotzdem verteufeln.
00:50:39: Mir fällt es wahnsinnig schwer.
00:50:40: Ich habe auch die WM... Ohne Witz, also ich bin mit Fußball groß geworden!
00:50:45: Ich habe bis zwei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft nicht gewusst dass eine Weltmeisterchaft stattfindet.
00:50:52: Ich hab mich so erschrocken dachte was ist jetzt kaputt mit mir?
00:50:56: Mit diesem Fußballmädchen?
00:50:58: was ich mal war Es ist weg und ich finde's nicht mehr wieder
00:51:03: Zumal hier am Kranen eine WM ja auch in den tatsächlich, in den Mainstream-Medien ausgebratet wird.
00:51:09: Also ich sage jetzt mal das nächste Heimspiel des KSC ohne dem KSC zu nachzutreten mag den Verein ist ein Traditionsverein spielt ja jetzt auch wieder gegen Wolfsburg in der gleichen Liga mag ich total, aber das kann man schon mal irgendwie verpassen in der Welt so.
00:51:24: Aber jetzt eine WM und die Weltmeisterschaft, das kriegt man eigentlich schon mit.
00:51:27: Aber du hast das Thema wirklich dann konsequent ausgeblendet?
00:51:30: Ich höre dir offensichtlich habe ich das sehr konsequent ausgeblendete.
00:51:33: Das stimmt ja!
00:51:34: Aber es ist mir schwer gefallen.
00:51:35: also weißt du wenn du dich so viele Jahre und Jahrzehnte mit etwas identifiziert hast, mir geht es heute noch so Wenn jemand anfängt über Fußball zu reden will ich mitreden.
00:51:47: Ich will beweisen, dass ich Ahnung habe und das nicht zu tun.
00:51:50: Weil ich sage, ich bin ja gar nicht mehr drin!
00:51:52: Und er hat auch entschieden, dass sich das nicht mehr sein will.
00:51:56: Das ist immer noch schwer.
00:51:57: Ist total faszinierend aber es ist sehr schwer.
00:51:59: Die Frage die sich noch anschließt leben deine Eltern noch?
00:52:02: Ja.
00:52:03: Und wie hat dein Vater das verkraftet, dass du abtrünnig wurdest?
00:52:08: Ja im wahrsten Sinne... Er ist am Anfang auch immer noch hin, hat dann aber irgendwann gesagt es wird ihm zu viel Aufwand und er wird natürlich ja auch nicht jünger.
00:52:17: Und auch zu teuer um eine Dauerkarte zu kaufen.
00:52:20: erst recht wenn ich natürlich nicht jedes Spiel dabei bin und da ist das irgendwann auch in Rechnung von wie oft gehe ich hin?
00:52:25: Lohnt sich das überhaupt noch?
00:52:27: Er sucht sich jetzt die Spiele aus, die er gerne sehen möchte schickt mir auch immer nur Fotos davon.
00:52:31: Ich glaube er findet's schade kann ich mir vorstellen hat sie nie ausgesprochen.
00:52:36: ich denke schon Das ist einfach so eine Zeit, die war mal und die war schön.
00:52:43: Ich will sie auch nicht missen.
00:52:44: ich habe ein Fußball auf dem Abend tätowiert.
00:52:45: den werde ich jetzt nicht weg machen aber Die zeit ist vorbei und ich glaube auch ich hab das ja dieses nostalgische ach schade.
00:52:55: Und umgekehrt.
00:52:55: aber diese vielen diese wahnsinnig vielen schönen Erinnerungen.
00:52:59: Wahrscheinlich ist es so einen mix aus Ja schade und umgekehrt aber auch Wie soll ich denn sagen?
00:53:06: Ich bin eigentlich auch ganz froh, dass ich nicht jede Woche zu meinem Vater sage ja auf jetzt wir müssen ins Stadion.
00:53:12: Weil auch eher das ist alles anstrengend und Ja
00:53:16: also ich glaube für deinen Vater ist das total gewesen
00:53:21: Bestimmt.
00:53:21: Ich versuch
00:53:21: mich, in ihn zu versetzen und ich hab das gelernt.
00:53:25: also so zu formulieren habe ich gelernt als ich mal John Strahlecki live gesehen hat.
00:53:29: Das ist ja der Typ von das Café am Ende der Welt und diese ganzen philosophischen pseudo-philosophischen Bücher hier da gestreben hat die schon sehr sehr cool sind.
00:53:38: Und der Typ ist in Live nochmal eine Wucht mehr.
00:53:41: Also der ist nur ne echte Wucht.
00:53:43: und er hat was gesagt.
00:53:44: dass habe ich mir damals gemerkt und ich fand es unfassbar Intensiv damals, der hat gesagt alles was du im Leben liebst.
00:53:52: Und so macht ihr eins klar, hat er gesagt Alles was du in dem Leben liebst endet irgendwann.
00:53:57: Inklusive dem Leben selbst.
00:53:58: ja und das ist keine Dystopie und es ist keine depressive Phase sondern das ist einfach die Wahrheit.
00:54:05: Ja
00:54:06: und er hat das damals festgemacht am Beispiel Five Hacks.
00:54:09: Er hatte vier Töchter glaube ich noch fünf.
00:54:11: Die Kleinser hat ihm immer abends bevor sie ins Bett gegangen ist Five Hax gegeben Also fünf mal gedrückt.
00:54:18: Er hat gesagt, ja es war so etabliert und zwar schön.
00:54:21: Und dann hat sie geschlafen, er hatte noch einen Kuss gegeben und so.
00:54:23: Und irgendwann hat er gemerkt ... Sie möchte das nicht mehr.
00:54:27: Sie ist aus dem Alter raus jetzt nicht mehr jeden Abend eingefordert oder mal weniger.
00:54:32: Und er hat gesagt es war unfassbar hart zu wissen, Freifax ist vorbei.
00:54:36: Ja.
00:54:37: Ich glaube so ähnlich war's auch für deinen Vater.
00:54:39: Deswegen glaub ich, es wäre total schön wenn du ihm einfach nochmal ... Du musst gar nicht zu ihm sagen, lass uns noch mal hingehen sondern einfach mal sagst was das für eine schöne Zeit war zusammen, weil ich glaube das hat ihnen richtig gekickt.
00:54:50: Also ich kann mir das so vorstellen und Das ist ja eine unfassbar intensive Vater- Tochter Moment der den ihr dann im Stadion habt Und er war halt an irgendwann vorbei.
00:55:01: aber so ist das Leben.
00:55:03: Lass uns mal ein Stückchen weitergehen.
00:55:04: Siebenundneunzig begann der Weg in der Werbeagentur.
00:55:07: Du hast dich dann irgendwann angepasst.
00:55:08: soweit waren wir eben schon Mal und In meiner Vita die Ich hier so stark altummäßig aufgeschrieben habe Warst du dann in der gleichen Agentur?
00:55:25: Also ja, aber ich war zwischendrin woanders.
00:55:27: Ich bin wieder zurückgegangen in diese Agentur, in der ich schon mal ein paar Jahre verbracht hatte.
00:55:31: Jetzt musstest Du ja fachlich und persönlich sozusagen Dich weiterentwickeln um auch dann Verantwortung zu übernehmen.
00:55:39: Passte das so zu deinem intrinsischen Typ Mensch?
00:55:43: ging das?
00:55:45: Das ging gut.
00:55:46: Ich sage ja immer, es gibt Menschen die können unternehmerisch denken.
00:55:50: ich will das überhaupt nicht werten ich sag einfach nur dass gibt den menschen die können Unternehmerisch Denken und Es gibt die die Könst nicht.
00:55:58: Und wenn du angestellt bist und Du willst Angestellte sein und willst es auch für immer seien und bist fein damit dann wirst du diesen Antrieb nicht haben weiterzukommen im Sinne von, also natürlich willst du befördert werden, willst mehr Geld haben und alles ja.
00:56:13: Aber du hast nicht den Antrieb von etwas bewegen wollen oder wirklich daraus wachsen und selbst etwas schaffen oder so eine Führungsrolle übernehmen weil du eben diese Verantwortung haben willst.
00:56:25: Und für mich war das so ein Ja will ich haben kann ich auch gut.
00:56:30: Das es dann bedeutet, dass ich nur noch ein Sack Flöhe hüte zwischen dem Chef über mir und den Leuten in Anführungszeichen unter mir irgendwie im Sandwich dazwischen gequetscht zu sein.
00:56:41: Und überhaupt nichts Kreatives mehr zu machen – das habe ich halt nett bedacht!
00:56:47: Wenn du jetzt mal guckst auf diese Situation an aus dieser Jahre….
00:56:51: also ich frage deswegen mit dem Hintergrund weil ein sehr rebellischer Mensch bist, so sag ich jetzt mal.
00:56:58: Wir ist eben gerade das Wort wieder eingefallen weil du ja selbst auf Rebellion seid immer und in dieser Arbeit diese Sandwich Position zwischen CEO und den ganzen Mitarbeitern.
00:57:10: Du hast dann was als Creative Director.
00:57:12: dann tue ich dann so in dieser Mittelposition
00:57:15: Gibt's
00:57:17: irgendwas was du heute sagst im Nachgang Irgendeine Marke, irgendein Brand, irgenden Slogan.
00:57:23: Irgendwas wo du sagst da identifiziere ich mich heute noch mit.
00:57:26: also das war inhaltlich.
00:57:29: War das damals Sandhausarbeit?
00:57:31: Gibt es da irgendwas?
00:57:33: Das war vorher nicht als Creative Director weil ich da wirklich nur noch... Die Organisation gemacht hab der kreativen Arbeit und weil wir in das Special Infest Agentur waren, die nicht für die ganz großen Marken gearbeitet hat.
00:57:46: Die man so jeden Tag sieht.
00:57:48: Das war vorher.
00:57:49: ich hatte das Glück Pech glück wie auch immer nenn's wie du es möchtest In der Agentur zu starten, die ganz tolle Marken hatte.
00:57:57: also Wir haben Für den EHAPA Verlag gearbeitet Es bedeutet Für das lustige Taschenbuch Für die Mickey Mouse Für die ganzen Zeitschriften, die da eben noch homo-num in diesem ganzen Universum mit drin waren.
00:58:10: Wir haben damals gearbeitet für Tipex als TipeX.
00:58:12: Die Tipe x Maus rausbrachte.
00:58:15: wir haben für Capri Sonne gearbeitet Für Big Feuerzeuge und das an sich war schon so ein Wow!
00:58:22: Da kann man mitwirken.
00:58:24: Und es ist jetzt nicht so.
00:58:26: ich habe nie einen ADC Nagel gewonnen Ich hab nie... eine von den großen Copywriter-Innen gewesen, die jetzt deren Name irgendwo an der Wand hängt.
00:58:37: Aber das waren die Marken bei denen ich überall mitmachen durfte und auch wirklich nicht die kleine Dumme war sondern ich durfte da kreativ mitwirken und das fand ich immer wahnsinnig toll, wenn du dann ein Kino oder einen Fernsehspot siehst fürs lustige Taschenbuch.
00:58:53: Und du weißt ganz genau wir haben das gemeinsam entwickelt.
00:58:56: Das war schon sehr eine Art der Selbstwirksamkeit obwohl ich damals gar nicht wusste dass man das so nennt.
00:59:01: aber das war schon toll.
00:59:04: Jetzt habe ich, wie gesagt in deiner Vita in der Vorbereitung gelesen.
00:59:08: Siebenneinzig bis Zwei-Tausendacht in der Agentur mit Wechsel aber in dieser Branche sagen wir mal.
00:59:13: Dann Creative Director aber relativ schnell und ich nehme das jetzt auch deinen Worten dass du sagst okay das war ja eigentlich nur noch ein Organisationsjob.
00:59:21: dann nämlich zwei Jahre später Selbstständigkeit Kam das aus dem Drang raus, ich möchte Dinge anders machen oder war das eher das Thema?
00:59:30: Also erinnert dich anders machen Marketing und Werbung anders machen.
00:59:34: Oder kam es aus dem Thema raus?
00:59:36: dass ist nicht mehr der Job den ich eigentlich machen will.
00:59:38: wie die Motivation da.
00:59:41: Ich habe das gemacht wie ich vieles in meinem Leben gemacht hab davor und danach.
00:59:45: Ich habe im August zwei tausendzehn plötzlich beschlossen selbstständig wäre ja nicht eine Sache.
00:59:51: Und im Oktober Zwei Tausend Zehn war ich selbständig.
00:59:54: also ich denke bei sowas dann natürlich nach, also es wäre dumm und fahrlässig das nicht zu tun.
01:00:00: Aber ich bin dann wenn ich etwas entschieden habe und ich kann gut entscheiden, dann bin auch relativ schnell das umzusetzen.
01:00:07: Also es gab jetzt nicht so ein langes, langes... Oh!
01:00:10: Ich ertrag alles nicht mehr, ich muss hierzu was ändern.
01:00:15: Auf der einen Seite, dass Kollegen von mir sich selbstständig gemacht haben.
01:00:20: Also zwei oder ein Kollege, eine Kollegin die diesen Weg gegangen sind.
01:00:26: Das kannte ich gar nicht!
01:00:27: Ich wusste nicht das es geht.
01:00:28: Ich kannte nur dieses...ich bin irgendwo angestellt und arbeite da.
01:00:32: Oder ich habe eine Firma bei der Leute arbeiten, dass man das auch alleine tun kann.
01:00:36: Das war mir irgendwie so gar nicht bewusst.
01:00:38: Dann hab' ich das bei denen gesehen.
01:00:41: Das ist eigentlich ein gutes Modell, weil du bist für dich klar.
01:00:45: Du bist da verantwortlich.
01:00:46: hätte ich damals gewusst dass alles auf mich zukommt.
01:00:48: Ich weiß nicht ob ich es gemacht hat aber das klingt gut plus dieses so wie's jetzt.
01:00:58: Ich kann gar nicht mehr kreativ arbeiten, das hat mir sehr gefehlt.
01:01:02: Und das muss ich auch dazu sagen die Agentur war toll!
01:01:05: Ich habe das offen mit denen besprochen bevor ich irgendwas entschieden hab.
01:01:08: Hab die gefragt ob die Feinde damit sind?
01:01:10: Die natürlich gesagt haben es ist sehr schade aber wir unterstützen dich da wo wir können.
01:01:14: also das rechne ich den wirklich immer noch wahnsinnig hoch an.
01:01:17: Magst du sagen welche Agentur das war?
01:01:19: Das war Organize in Karlsruhe, Organize Public Relations damals und Organize Communications heute die sehr viel gemacht haben mit Sterne, Gastronomie, Hotellerie, Winzer, Weingüter.
01:01:32: So dieses gehobene Genuss würde ich jetzt mal sagen und da habe ich das meiste gelernt.
01:01:37: von der Babsee, die dort die Chefin ist sag' ich jetzt Mal hab ich was Kreativität und was den Umgang mit guten Dingen angeht wahnsinnig viel gelernt und aber auch was ganz Banales.
01:01:53: Ich habe von damals mitgenommen, räume abends deinen Tisch auf.
01:01:56: Damit du morgens nicht im Chaos
01:01:57: startest.".
01:01:58: Toll!
01:01:59: Jetzt mache ich bis heute.
01:02:00: Du musst die Babsie lachen wenn sie das jetzt hört.
01:02:03: Grüße gehen wir aus unbekanter Weise.
01:02:05: Ja, ich denke vielleicht hört es sich an.
01:02:08: Ähm...jetzt würde ich gerne mal so das erste ja der Selbstständigkeit beleuchten also den Moment das hab' ich jetzt gelernt.
01:02:16: Plötzlich da dieses Gefühl und du hast es sehr schnell umgesetzt, aber auch mit guten Rahmenbedingungen.
01:02:21: Wenn man dann keinen Stress hat oder keinen Rosenkrieg
01:02:23: usw.,
01:02:23: das ist ja bestärkt ein Jahr in der Entscheidung.
01:02:27: Jetzt würde ich trotzdem mal gerne wissen... Also in dieser Phase Abitur bis jetzt sag' ich mal, bis zum Jahr zwei Tausendzehn Ist mir das eigentlich für eine Rebellin-Vita so ein bisschen zu mainstreamig?
01:02:41: Das ist keine Kritik, sondern ich sag's einfach so wie es ist.
01:02:43: Also da hab' ich jetzt wenig Rebellion rausgehört und... Ich weiß aber ja!
01:02:47: Und ich habe es hier herausgelesen dass du dich selber so kennzeichnest oder selbst bestreibst du und auch so bist.
01:02:55: Und dieses rebellische, in dir drin hast und auch ein bisschen anders bist.
01:02:59: Positiv anders oder nicht?
01:03:01: Wie man das immer sehen will völlig ohne Wertung.
01:03:03: So was ich worauf hinaus will ist mich würde jetzt mal interessieren dass erste ja Selbstständigkeit ist für jeden Mainstreamigsten Mainstreamer schwierig.
01:03:12: Ja wie es ist denn für jemand der sich selber in drin sich auch noch anders klassifiziert?
01:03:18: also Ich versuch's noch mal ein bisschen näher aufzutröseln meiner Frage.
01:03:21: Das ist manchmal schwierig, meine Fragen sorry dafür!
01:03:24: Ich versuche rauszufinden... Hattest du sofort das Gefühl ich kann als Selbstständige bei meinen Kunden die ja jetzt plötzlich selbst gewinnen muss?
01:03:34: Da prassen ja eine Million Dinge auf einen ein mit denen man vorher nicht rechnet.
01:03:37: Ist einfach so.
01:03:38: Bei jedem der sich selbstständig macht glaube ich genauso.
01:03:42: Hattetst du das Gefühl Nicht angepasst zu sein, zu hundert Prozent bremst mich wirtschaftlich aus oder hattest du das Gefühl?
01:03:50: Boah jetzt kann ich endlich so geben wie ich bin und es funktioniert.
01:03:55: Letzteres!
01:03:56: Einhundert Prozent.
01:03:57: also zum einen bin ich kein Mensch Ich mach mir niemals... Und das ist nicht immer gut muss sich gleich hinterher schieben.
01:04:03: Ich mache mir sehr wenig Gedanken über was passiert übermorgen.
01:04:10: Ich sage das oft und werde immer komisch angeguckt.
01:04:12: Das klingt sehr hart und sehr traurig ist es aber nicht, das eine nicht und das andere auch nicht.
01:04:18: Ich habe keine Träume!
01:04:19: Ich hab' nicht dieses.
01:04:20: ich träume vom Haus im Ozean von der Weltreise von was auch immer... ich hab' das nicht weil das wäre soweit weg.
01:04:28: bis dahin kann so viel passieren.
01:04:30: am Ende will ich gar nichts mehr, ich verstehe das Konzept nicht.. ich habe das nicht, ich habe auch nicht wo siehst du dich in fünf bis zehn Jahren?
01:04:37: Keine Ahnung hoffentlich lebendig Aber alles Andere I don't know.
01:04:42: wo auch immer, in welcher Form auch immer.
01:04:44: Und deshalb habe ich da vielleicht auch aus einer Ivität nicht drüber nachgedacht was das denn jetzt bedeutet und dass sich plötzlich ganz viele Sicherheiten nicht mehr hat.
01:04:54: meine Eltern um Himmelszüren der sichere Job und was tust du da?
01:04:57: Natürlich mit einer ganz anderen Sicht darauf mit vielmehr Lebens- und Berufserfahrung.
01:05:03: für mich war es so ja ich mache's halt mal wenn ich lasse ich mich wieder anstellen.
01:05:06: damals ging es ja auch noch deutlich leichter als das heute geht.
01:05:11: Für mich war das... Da
01:05:12: warst du, wenn ich kurz ranherrängen darf?
01:05:13: So Mitte zwanzig oder...?
01:05:14: Ich war da.
01:05:16: Äh ... Zwei-tausendzehn.
01:05:17: Moment!
01:05:17: Das muss ich selber rechnen.
01:05:18: Ja, von zwanziger.
01:05:18: Siebenundsebzig geboren.
01:05:19: Das kannst du selber rechnen.
01:05:20: Ähm ... Einzwanzig hier.
01:05:21: Genau.
01:05:22: Anfang Mitte Zwanzig.
01:05:23: Also da hat man das vielleicht auch noch diese gesundene Naivität und diese nicht so große Angst dass da jetzt irgendwas schiefgehen könnte Und die Weltlage war eben eine andere.
01:05:33: Also natürlich war auch zwei Tausend Zehen jetzt nicht der allerschlauste Zeitpunkt dafür.
01:05:37: Ne?
01:05:37: Zweitausend achtjahr Bankenkrise liemen dies das also ab?
01:05:41: war es, ich glaube?
01:05:42: Also so um die Zeit rum.
01:05:44: Es war jetzt natürlich auch nicht alles rosarot und trotzdem wäre das heute glaube ich was ganz anderes.
01:05:51: aber damals ging das.
01:05:53: Ich hatte auch Glück!
01:05:55: Es hat funktioniert, dass ich diesen Gründungszuschuss bekommen habe.
01:05:58: Den gibt es glaube ich immer noch.
01:06:00: Ich hab den damals bekommen und das hat mir viel geholfen.
01:06:03: Ich konnte in Teilen auch mit der Agentur zusammenarbeiten aus der ich rausgegangen bin.
01:06:08: Und so hatte ich von Anfang an schon Arbeit.
01:06:13: Dann war das natürlich leichter!
01:06:15: Und ich muss dir auch sagen, von Tag eins an habe ich gedacht ja genau... Das ist, was ich haben will.
01:06:20: Ich kann meinen Tag selber gestalten und selber entscheiden welche Kunden und Kundinnen ich habe oder welche Projekte ich machen will auch nur in Teilen.
01:06:28: natürlich sind wir alle von irgendwas abhängig aber ich konnte das mehr oder weniger selbst gestalten Und ich hab es jetzt in sechzehn Jahren nicht einmal bereut von dem ersten Tag an
01:06:40: Cool.
01:06:40: Und die Frage, die ich mir hier dazu aufgeschrieben habe, die ist jetzt vielleicht fast ein bisschen platt im Kontext?
01:06:44: Aber ich frage es trotzdem mal!
01:06:46: Wem ist denn dieser geile Name eingefallen?
01:06:48: Denn wenn ich das richtig recherchiert habe, hieß diese Firma Confetication?
01:06:54: Ja also... Ich bin sehr gut darin Dinge über den Haufen zu werfen.
01:06:58: Ich liebe neue Dinge.
01:07:00: Ich kaufe niemals dieselbe Zahnpasta- Nein, die gleiche ZahnPasta muss ich sagen Weil ich das nicht ertrage dass ich nochmal das Gleiche hab'.
01:07:08: Ich finde das langweilig.
01:07:10: Das heißt, ich habe mich in meinem Leben schon sehr häufig neu erfunden.
01:07:13: Ich hatte schon Zicknamen aber ich habe dann irgendwann mal das Ganze zu Confedication gemacht und die Marke auch eingetragen.
01:07:20: Wie ist sie mir eingefallen?
01:07:24: Ich bin Textperson.
01:07:25: Ich bin Texterin.
01:07:26: durch und durch Sprache is mein Ding!
01:07:28: Ich kann mich stunden damit beschäftigen welches Satzzeichen jetzt gerade das Beste ist.
01:07:35: Du kannst dir ungefähr vorstellen, wie lange ich gebraucht habe um einen Namen zu finden und es hat mich alles wahnsinnig gemacht.
01:07:41: Und irgendwie hat nichts funktioniert... ...und dann kam das in einem Gespräch mit einem Freund von mir als ich einfach nur ein Händel für die ganzen Social Media Profile gesucht.
01:07:54: Also Instagram und was man damals so hatte Twitter usw.. Und irgendwie plumpste dann in so nem Nebensatz von mir dieses Confedication raus Und mein damaliger, also nicht mein Freund, mein Freund.
01:08:08: Aber mein Freund damals der dann mit mir diese Unterhaltung führte, sagte dann gar nichts mehr und meinte dann kannst du bitte alles so nennen?
01:08:18: Weil das so großartig ist.
01:08:19: Mir war das gar nicht bewusst.
01:08:21: Das kam so aus dem Hecht.
01:08:21: Ich könnte ja auch so, ich könnte auch so.
01:08:23: Ich konnte auch Confedication.
01:08:27: Ja und dann war es geboren.
01:08:29: Und dann entstand Confediction mit eben Markenanmeldungen und allem drum und dran und sämtliche Händels, die da eben noch so rumkreuen.
01:08:37: Also war der Freund von damals auch ein Stück weit Mentor weil er dir auf die Confedication Idee geholfen hat.
01:08:42: Ja das sowieso.
01:08:43: Die wir alleine nicht gekommen waren
01:08:45: ja.
01:08:45: Großartiger Mensch, der sich alle meine Spinnereien angehört hat.
01:08:51: Weil ich immer auf der Suche nach Mentoren bin in der Heldenreise.
01:08:54: Der hat jeder Mensch.
01:08:55: Oft sind sie an nicht so bewusst.
01:08:58: Sebastian war vielleicht einer, weil er den Mut hatte vielleicht doch die Frechheit besaß dir zu sagen, dich mag hier keiner.
01:09:05: Aber der Elefant damit irgendwie aus den Raum geräumt war glaube ich auch ein wichtiger Punkt.
01:09:08: aber auch der Freund an der Stelle jetzt, der dann halt einfach sagt mach doch mal das jetzt du.
01:09:13: Und jetzt pass auf!
01:09:14: Der heißt auch Sebastian.
01:09:16: So.
01:09:17: Ich hätte dich erkennen einen Muster wenn ich eins sehe.
01:09:20: Ich
01:09:20: erkenne einen Muste?
01:09:22: Du solltest sehr intensiv dich mit Sebastians beschäftigen.
01:09:25: Das ist gar nothing.
01:09:28: Jetzt haben wir Confetication.
01:09:30: Du bist selbstständig und du kannst sozusagen die Dinge tun, so wie du sie möchtest.
01:09:36: Und wie sie dir passen in deinem Guss durch.
01:09:38: Ich glaube, du bist... Also, würde ich jetzt einfach mal einschätzen?
01:09:40: Mal gucken ob das stimmt.
01:09:42: Bist bestimmt auch so ein Mensch der wenn er Idee geil findet, auch mal bis zweier Nachts oder um dreiundzwanziger nochmal anschreibt, das geht, weil ihm gerade was einfällt und so Geschichten.
01:09:50: So würde ich dich einordnen.
01:09:53: Das geht natürlich einfacher, wenn man in der Selbstständigkeit ist.
01:09:55: Wenn man seine eigene Herr, wenn Anfangszeichen sein eigenes Ding macht sozusagen.
01:10:01: Ja!
01:10:02: Hast du irgendwann auch gemerkt okay es ist trotzdem ein Spannungsfeld zwischen kreativer Freiheit und der Selbstbestimmtheit Projekte anzunehmen oder nicht?
01:10:11: Und dem wirtschaftlichen Druck?
01:10:13: Gab's da diese Situation?
01:10:15: Ist Du gesagt hast so shit ich muss ja auch Geld verdienen damit.
01:10:17: und was nehme ich denn jetzt eigentlich die Stunde?
01:10:19: und dieses ganze Administrativ das an so einem Betrieb dran hängt wie war das?
01:10:23: Wie hast Du das gehandelt?
01:10:25: Also ich habe ja gesagt, ich bin schlecht in Zahlen.
01:10:27: Ich hatte von Tag eins an einen Steuerberater, dem bin auch bis heute dankbar dass er das getan hat weil ich hätte es nicht gekonnt.
01:10:34: also ich muss dazu sagen ich bin wahnsinnig schlechteren um Hilfe zu bitten!
01:10:38: Ich kann das nicht?
01:10:40: Das liegt daran, dass sich auf gar keinen Fall in einer Schuld stehen will.
01:10:45: Ich ertrags nicht und ich will selber machen.
01:10:48: Zum einen will ich nicht in einer schuld stehen und zum anderen will Das heißt, ich will alles selber machen.
01:10:53: Ich will meine Website selber machen weil ich dann wenn mir nach zum elf einfällt, ich könnte die Headline ändern Dann gehe ich an den Rechner und ändere diese verdammte Headline ohne dass sich jemandem am nächsten Tag eine E-Mail schicken muss der dann drei Tage später sagt ja jetzt könnte ich mir mal die Head Line angucken Und ich sieht derweil schon dreimal nochmal geändert hab Und warte Faden verloren.
01:11:14: wie kann mich denn jetzt auf um Hilfe fragen?
01:11:16: Wirtschaftlich also
01:11:18: genau der wirtschaftliche Druck Spannungsfeld.
01:11:23: Also ich kann zwar schlecht mitzahlen, aber jetzt weiß natürlich auch ich.
01:11:27: Die Grunddinge wusste ich zum Glück die wissen nicht alle.
01:11:30: also alle die sich selbstständig machen wollen oder gerade selbstständige geworden sind denkt dran bitte Geld auf die Seite zu legen.
01:11:36: für die Steuern machen nämlich auch nicht alle.
01:11:39: So was habe ich immer gemacht war alles immer irgendwie fein nie doll ich war nie reich ich hab nie unglaubliches Geld verdient Aber dieses Ich muss jetzt das machen weil ich selbstständig bin, ich war da immer eher stolz drauf.
01:11:54: Ich fand das total toll!
01:11:55: Wenn ich gesagt habe, ich kann gerade nicht, ich mache meine
01:11:58: Buchhaltung.".
01:11:59: Das war so ein... oder was heißt Stolz?
01:12:02: Auch schwierig aber das hat einfach dazugehört.
01:12:04: und an einem Freitag Nachmittag irgendeinen stupiden Kram zu machen wie Belege abzuscannen oder so.
01:12:10: Toll also es fand ich nie schlimm.
01:12:12: und naja dann ist jetzt im Platter Spruch Aber wer Steuern zahlt halt Zahlt hat halt auch Geld verdient.
01:12:20: Also es gehört einfach dazu, ich meine... Ich musste damals ja auch Zeitentracken als ich noch in der Agentur war oder ich musste Dinge tun die mir jetzt auch nicht so gut gefallen haben.
01:12:29: Ja mei!
01:12:29: Ich muss auf das Geschirr spülen.
01:12:31: Nicht was gegessen habe also gehört einfach dazu.
01:12:36: Okay dann hast du das sozusagen eigentlich ganz gut gehandelt wenn ich das so verstehe und das liess so.
01:12:41: Jetzt war er trotzdem irgendwie relativ, nee nicht relativ schnell.
01:12:45: Das war eine lange Phase, fünfzehn Jahre?
01:12:48: Insgesamt von.
01:12:48: ich mache mich selbstständig über Confedication, über Selbständiges Arbeiten.
01:12:55: Konntest du da dieses Rebellen sein oder hast du das dann?
01:12:58: Also ich frage mal andersrum aus manchmal schwierig wirklich zu fragen.
01:13:03: Die Frage die sich mir stellt ist Du hast ja für zwei tausendfünfundzwanzig eine andere Marke gegründet und konzentrierst dich seitdem so gefühlt jetzt in meiner Wahrnehmung.
01:13:15: kommentiert das bitte oder korrigiert es auch gerne Auch mehr auf dieses Thema.
01:13:21: eine Personal Brand oder eine Marke generell muss nicht nur nicht glattgehobelt sein, sondern sie darf Kanten und Ecken haben.
01:13:29: Und sie sollte Kanten- und Eken haben.
01:13:32: Eine These der ich übrigens sehr bei Pflicht ist so das Nummer vorweggeschoben ja aber irgendwo auf dem Weg von Zwei Tausend Zehn in deiner normalen in Anführungszeichen Agentur Arbeit kreativ Arbeit für Kunden musst dir das Bewusstsein gekommen sein.
01:13:48: Wie kam das?
01:13:50: Das kam... ich kann es zeitlich jetzt schwer festmachen, aber das kam mit der Entwicklung der KI.
01:14:00: So ein paar Workshops, die ich gemacht habe noch vor der KI.
01:14:03: Dass immer mal wieder Leute mich gefragt haben Mensch bei dir passt alles so gut zusammen.
01:14:07: und damals als man noch live Auftritte hatte also vor der Pandemie und vor den vielen Videocalls waren auch meine Klamotten immer so angepasst dass sie immer zu meinem Branding gepasst haben Und ich hab das durchgezogen bis ins letzte.
01:14:21: Ich kann das wohl ganz gut keine Ahnung mir fällt es sehr leicht.
01:14:24: Also deswegen ist auch mein Mikro pink zum Beispiel.
01:14:29: Und da habe ich immer mit der Leute gefragt, kannst du uns nicht mehr erzählen wie du das gemacht hast?
01:14:33: Dann hab' ich ab und zu Workshops dazu gehalten.
01:14:35: Das war aber jetzt noch nicht so durchdringend!
01:14:38: Aber... ...mit der Entwicklung der Large Language Models mit JetGPT, wann kam es wirklich so krass auf den Markt?
01:14:45: Ich würde mal sagen... November
01:14:46: twenty-three.
01:14:48: Okay, ich glaube bei mir oder in meinem Bereich kam es dann vierundzwanzig so richtig an.
01:14:54: Und das war der Moment wo ich zum ersten Mal ein bisschen gezuckt hab Und ich sag mal durch die Corona-Zeit, was wirtschaftlich eh schon wahnsinnig schwer, weil ich wenig verdient hab und wirklich gekämpft habe.
01:15:08: Und dann... also Krieg, Corona und alles, was da so kamen, wir wissen es ja alle!
01:15:12: ...und dann kam JetGPT und Konsorten.
01:15:17: Und krass auch, dass ich zum ersten Mal in meiner Selbstständigkeit gesagt habe Jetzt ist es soweit, dass das mir nicht mehr meine Brötchen verdienen kann.
01:15:30: Weil niemand mehr Geld für Text bezahlt und selbst ich die wirklich die optimistische Person wenn man sich vorstellen kann Ich glaube immer dass irgendwo noch irgendwas irgendwie funktioniert habe dann festgestellt Ich müsste mich jetzt doch mal kümmern gar nicht so lange überlegt.
01:15:49: Es war mir so ein Ja, gut okay ich sollte dieses Personal Branding viel weiter in den Vordergrund rücken weil das wird gebraucht mehr denn je was die Leute verstehen was sie ausmacht, was sie abhebt von anderen und es kann dir keine KI beibringen.
01:16:03: Die können dir Fragen stellen und du kannst ja auch beantworten aber ob das die richtigen Fragen sind?
01:16:08: Ob die Antworten was taugen Was genau dann dich aus macht als diese Marke.
01:16:14: jetzt mein Anführungszeichen.
01:16:16: Das funktioniert nicht mit JGPT oder Claude, oder Gemini oder sonst wem.
01:16:21: Und dann hab ich gesagt okay jetzt muss ich umsatteln.
01:16:24: also das war so ein wirklich krasser Aha-Moment im negativen oder im sehr realistischen Sinn zu verstehen.
01:16:34: Okay?
01:16:34: Das ist es nicht mehr!
01:16:35: Ich muss jetzt wirklich was ändern.
01:16:38: Das war auch hart.
01:16:39: Es war ein bisschen so einen Fußballmoment dieses Loslassen von meiner Identität als Texterin die ich ja Jetzt sind's dann neunundzwanzig Jahre in mir trage.
01:16:51: Ja, hart!
01:16:52: Echt hart!
01:16:53: Verstehe.
01:16:54: und vor allen Dingen du hattest keine Macht darüber?
01:16:57: Genau
01:16:57: Das wurde von außen bestimmt und du konntest dich dagegen nicht werden.
01:17:02: So wie ganz viele Menschen die wahrscheinlich jetzt zuhören in ihren Jobs auch.
01:17:06: Es ist völlig egal ob ich Architekt bin oder Anwalt oder im Marketing arbeite viel Arbeit natürlich im Marketing aus unserer Bubble.
01:17:12: aber es einfach so Du sagst ja sinngemäß unangepasst zu sein, sagst du heute ist kein Markel sondern eigentlich ein wichtiges Marken-Kennzeichen.
01:17:25: Also arbeite ich auch an der Stelle jetzt gerne mal dich auffordern so mal kurz zu pitchen tatsächlich was man eigentlich bei dir genau kaufen kann.
01:17:32: also das ist denn ein stück Rebellionsberatung zur Marke bei Sander.
01:17:38: Erklär mal ich kann einen Workshop machen, nimmst du mich an die Hand.
01:17:41: wie läuft denn sowas ab?
01:17:43: Ich sage, ich biete Sichtbarkeit für Unangepasste.
01:17:49: Das bedeutet in den meisten Fällen das jemand zu mir kommt und sagt okay mir geht es wie dir damals in der Schule.
01:17:58: deswegen kann nicht so gut weil ich genau weiß wie diese Menschen sich fühlen.
01:18:02: Ich ticke irgendwie anders.
01:18:04: Ich habe aber das Gefühl, ich müsse mich anpassen da draußen damit ich funktioniere.
01:18:08: Damit ich Erfolg habe und ich will nicht dass die Leute das so lange durchmachen wie ich es durchgemacht hab nur um dann irgendwann zu verstehen ne warte mal Das was dich anders macht ist ja das was dich abhebt.
01:18:20: logischerweise ich mein logischer geht's ja fast nicht.
01:18:23: wenn alle das gleiche tun in allen beige jeans haben Und du hast eine schwarze an wen sieht man denn?
01:18:29: Obwohl jetzt schwarz nicht die auffälligste farbe ist.
01:18:32: Aber wenn alle beige tragen Und das möchte ich den Menschen zeigen.
01:18:37: Also, ich werde niemanden der oder die jetzt als ... Das klingt abwertend wenn ich sage als grauen Maus zu mir kommt aber jemand der sich damit wohl fühlt, der sagt Ich gehe gerne im Anzug in die Bank.
01:18:50: Ich bin nicht tätowiert und so.
01:18:52: Dem kann ich nicht helfen, dem will auch nicht helfen.
01:18:55: Wenn aber jemand zu mir kommen und sagt Du, ich bin eigentlich ganz anders.
01:18:59: oder in meiner Freizeit trage ich nur Mittelschirz oder was auch immer.
01:19:04: Ich fahre nur Fahrrad, oder ich ... keine Ahnung, trage immer nur rote Hosen?
01:19:09: Ich traue mich aber nicht!
01:19:10: Oder was heißt trau mich
01:19:11: nicht?!
01:19:12: Ich kann das doch nicht machen, ne?
01:19:13: Das ist doch nicht professionell.
01:19:17: Dann will ich das denen austreiben.
01:19:19: Das ist das, was ich tue.
01:19:20: Ich will ihnen nichts Neues überstülpen.
01:19:22: Ich werde niemanden neu erfinden.
01:19:24: Niemand der zu mir kommt wird danach jemand anders sein ganz im Gegenteil.
01:19:28: Ich wil alles weglassen, was nicht zu dir gehört und will rausfinden, wer du bist.
01:19:34: Wenn du die Menschen fragst, wer bist du?
01:19:36: Dann werden in Deutschland, achtundneunzig Prozent aller Menschen dir mit ihrem Job antworten.
01:19:43: Wer bist
01:19:43: du?!
01:19:44: Ich bin Polizist!
01:19:45: Ich bin Gardnerin... ich bin Kindergartnerin.. ich bin CEO bei...ich bin was auch immer.
01:19:52: Aber das ist halt nicht die Antwort auf meine Frage.
01:19:55: Wenn ich wissen will, wer Du bist dann will ich wissen Was sind Deine Werte?
01:19:58: Was sind deine Stärken?
01:19:59: Wo fühlst du dich So richtig leidenschaftlich, dass du sagst ja wollen dafür brennig.
01:20:06: Was macht dich wütend?
01:20:07: Was hält dich nachts wach?
01:20:08: Worüber kannst du nachts erzählen wenn dich einer aufweckt um zwei nachts?
01:20:12: Wo kannst du sofort loslegen weil du so sehr da drin steckst?
01:20:16: und oft ist es etwas was dich wühtend macht.
01:20:19: Da wird bei mir dann ein Schuh draus das schließt sich der Kreis.
01:20:22: Wenn ich dann sage Es macht mich wahnsinnig wütent Dass gerade Frauen nicht gesehen und gehört werden Na wir hatten's von meinem Big Picture Weil wir reduziert werden auf Lächel.
01:20:34: doch mal, das steht dir besser.
01:20:37: Lächeln am Arsch!
01:20:39: Ich kann es nicht mehr hören wie oft ich das schon gehört habe.
01:20:41: oder das kannst du doch nicht anziehen?
01:20:44: Du wirst jetzt dann fünfzig... Entschuldigung.
01:20:46: Ich kann doch anziehen was ich möchte und ich will nicht dass das jemand anderes so kommentiert.
01:20:52: Es macht mich wahnsinnig.
01:20:54: Es gibt so viele tolle Frauen da draußen also im Business Kontext die etwas zu sagen haben, die eine Botschaft haben.
01:21:02: Die aber dafür nicht gesehen und gehört werden weil sie auf ihre verdammte Farbe des Blazers reduziert wird.
01:21:08: Habe ich kein Bock mehr drauf!
01:21:09: Und das ist es was mich wütend macht und deshalb tue ich was ich tu, weil ich diesen Frauen helfen will dass sie ihre Botschaft daraus kriegen.
01:21:15: So jetzt habe ich sehr lange gepitscht zwar in der langen Aufzugfahrt.
01:21:18: Nee, das war cool.
01:21:19: Das war richtig cool weil das war from the heart.
01:21:22: ja da brauchen wir gar nichts darüber diskutieren.
01:21:24: Dafür ist dieser PrepKast auch da.
01:21:27: Ich habe da noch zwei, drei, vier, fünf Fragen zu.
01:21:30: Aufgeschrieben.
01:21:31: Mal gucken wir mir jetzt durchkommen wie ich die sortiert bekomme.
01:21:36: Marken versuchen ja heute generell ein bisschen irgendwie aus der Masse rauszukommen.
01:21:41: also was wir alle lernen ist wenn alle den Einheitspräumen mit KI produzieren dann musst du eben irgendwie mehr Personality, mehr Brand Du musst mehr Unique sein so wo würde ich es mal bezeichnen?
01:21:57: Ich versuche man sehr... gewagten Bogen und ich weiß, dass meine Gäste, meine Zuhörer das nicht mögen.
01:22:02: Ich mach's aber trotzdem mal weil... ein Scheiß muss ich ja?
01:22:05: Hier hab' ich gerade gehört bei dir.
01:22:07: Genau!
01:22:08: Nee, ich werd mal ganz kurz politisch, weil wir sind ja jetzt heute ist der zwei- und zwanzier September uns waren ja grade diverse Landtagswahlen so.
01:22:15: Und ich find es ganz schön jetzt, ich finds richtig schön, dass jetzt zum Beispiel in Berlin ja die Linke gewonnen hat, weil sonst reduziert sich das immerso auf dieses AfD-Thema.
01:22:23: auch das was ich jetzt fragen will.
01:22:24: Was ich fragen will is eigentlich also die übergeordnete Frage Marken versuchen, kantiger und äckiger zu werden.
01:22:31: Marken und Menschen.
01:22:33: Wir machen jetzt bitte mal wenn das geht für Personal Brands und Brands sozusagen die packen wir mal in einen Karton.
01:22:40: Wenn Marken oder Menschen versuchen ihre Uniknes mehr nach außen zu stülpen wie erkenne ich den dann?
01:22:48: Wie erkennst denn du dann ob dass echte Haltung ist, echte Werte oder ob das einfach nur eine gut gemachte Inszenierung.
01:22:57: Also das ist die eigentliche Frage und ich gebe noch kurz die Erklärung dazu, weil ja genau finde ich – und jetzt sage ich die bösen Wörter mal – die politischen Render AfD-Linke mit so was erfolgreich sind im Moment.
01:23:11: Zum Beispiel mit einfachen Botschaften, die aber ganz anders sind als der politische Mainstream.
01:23:16: Ja, und die Frage ist wie erkennt man?
01:23:18: Kannst du das erkennen bei einem Menschen?
01:23:20: jetzt kommt einer zu dir und sagt Du Sandra ich bin Wolfgang.
01:23:23: Ich bin total unangepasst Und ich würde gerne mit dir noch mal da dran arbeiten und das ein bisschen schleifen.
01:23:28: An welcher stelle erkennst du dass es wirklich eine echte Unangepasste hat oder ist das einfach nur eine gute inszenierung?
01:23:36: Natürlich nicht im ersten Satz.
01:23:38: Das kann nicht funktionieren.
01:23:39: dazu sind zu viele zu gut um so zu tun als ob.
01:23:45: Aber wenn du mit jemandem sprichst Und du fragst diese Person nach dem Thema, für das sie brennt.
01:23:51: Du kannst Brennen nicht faken!
01:23:54: Du kannst es vielleicht im geschriebenen Text tun und selbst da finde ich merkt man irgendwann ob jemand für etwas wirklich brennnt oder nicht.
01:24:01: Da kommt wieder meine Wut ins Spiel.
01:24:03: Wut ist ein Gefühl wie viele andere aber Wut wird meistens verboten vor allem uns Frauen.
01:24:10: wir dürfen ja nicht wütend sein.
01:24:11: dann sind wer hier hysterisch oder weiß sich nicht tegen aus oder so...Wut wird uns verboten?
01:24:17: Ich finde Wut heilsam und wahnsinnig wichtig.
01:24:21: Das ist auch bei Liebeskummer so, wenn du Liebeskommer hast.
01:24:23: Hast Du bestimmt auch schon mal gehabt?
01:24:26: Der Tag an dem Du wütend wirst, ist der Wichtigste.
01:24:29: Dann bist Du aus dem Schlimmsten raus!
01:24:32: Wütend gibt Aktionen, gibt Power, gibt Dir die Möglichkeit etwas zu tun, etwas zu bewegen.
01:24:39: Und deswegen frage ich so oft nach der Wut und nicht nach was machst Du gerne?
01:24:44: Weil darüber kommt, was dich wirklich bewegt und antreibt im wahrsten Sinne des Wortes.
01:24:49: Und wenn jemand wirklich wütend ist und mir sagt das will ich verändern!
01:24:55: Das ist so viele Selbstständige gerade die Solo-Selbstständigen.
01:24:58: Wenn ich die Frage warum bist du selbstständig?
01:25:00: Dann kommt oft naja ihr muss ja irgendwie meine Miete verdienen oder so mein Geld haben.
01:25:04: aber Ganz ganz viele von denen haben ja einen Antrieb haben ja etwas Von wegen.
01:25:10: Ich will dieses Stück der Welt verbessern.
01:25:13: Ich habe dieses Stück Kleidung entwickelt, weil ich will das in Zukunft – was weiß ich?
01:25:18: Es wird fairer.
01:25:19: Es ist für eine faire Biobau-Wolle keine Ahnung!
01:25:22: Ich will das verändern und daran find' ich merkst du dass Du merkst ob jemand für etwas brennt?
01:25:29: Das is', ich mein wir kommen aus dem Marketing, aus der Werbung.
01:25:31: Wir kennen das beide.
01:25:32: Wenn Du eine Kampagne präsentierst hinter der Du nicht stehst wirst Du sie nicht verkauft bekommen.
01:25:39: Wenn du aber dafür brennst, wenn du sagst das hier ist die beste Idee dafür und dass es genau richtig für dich aus diesen Gründen dann kannst Du Leute mitreißen und kannst sie mitziehen.
01:25:50: Und ich glaube also natürlich gibt's auch immer leute die sich mit reißen lassen wollen.
01:25:57: Also wenn ich jetzt an diese blaue politik denke natürlich funktioniert die so.
01:26:03: Aber da musste natürlich auch ein bisschen unterscheiden zwischen Die glauben da wirklich dran.
01:26:08: Also ich glaube ja noch nicht mal, das ist okay, es wird jetzt diffiziel.
01:26:12: Ich bin soweit weg vom blauen Rand wie man nur sein kann was die gut können und was kein Fake isst.
01:26:21: Die brennen für das was sie sagen.
01:26:23: dass sie das nicht umsetzen können, dass sie keine Gelder und keine Mittel dafür haben, dass das leere Versprechungen sind steht woanders.
01:26:31: aber die glauben daran und deshalb funktioniert es.
01:26:34: Es ist kein Fake.
01:26:35: Wäre das fake, würde es nicht funktionieren?
01:26:39: Dann würde ihnen niemand glauben oder folgen.
01:26:42: und deshalb ist es so gefährlich weil es echt kann nicht funktionierend.
01:26:46: aber es ist echt.
01:26:47: Da bin ich komplett bei dir und das ist auch die Gefahr der Geschichte.
01:26:51: Und da könnte man eine Sendung alleine drüber machen, weil die glaube ich noch ganz viele andere Sachen gutmachen.
01:26:56: also die Sprachen
01:26:57: in der Sprache
01:26:57: der Menschen, der Zielgruppen, dass was wir immer sagen ja?
01:27:00: Und da brauchst du gar nicht bei uns immer die eine Partei zu adressieren, weil jede Aufmerksamkeit natürlich da auch hilft sondern da kannst du dann über den Teich gucken und auch da sind einfacher Botschaften massentauglich.
01:27:14: Make America Great Again hat funktioniert.
01:27:17: Er hat Pommes verkauft, also das war einfach so clever.
01:27:22: Das war so clever dass mir nichts dazu einfällt wie... Also das hätte man einfach nachmachen müssen.
01:27:28: oder ich verkaufe halt Burger haben sie aber halt nicht.
01:27:31: Man
01:27:31: fragt sich dann halt warum die anderen nicht auf so einfache Ideen kommen?
01:27:36: Zum Abschluss wir sind leider schon wieder zeitlich in dem Bereich indem mich langsam auf die Zivilräte schränken muss obwohl ich wirklich noch eine Million Frage hätte würde ich gerne nochmal auf das Thema Sichtbarkeit für Unangepasste kommen.
01:27:52: Ich habe eigentlich eine Frage im Skript stehen, die gebe ich dir mal aber ich möchte sie nicht fragen!
01:27:57: Ich sage ja nur wie meine Synapsen da funktionieren jetzt gerade an der Stelle?
01:28:01: Ich hatte eigentlich die Frage haben Menschen nicht per se ein Bedürfnis nach Mitte und Durchschnitt?
01:28:07: also hat nicht den Mehrheit der Menschen eher so den Wunsch in Mainstream unterzugehen.
01:28:13: So, das wäre meine Frage gewesen!
01:28:14: Ich würde die aber jetzt gerne zur Seite schieben... Die hat mich nämlich zu was anderem gebracht als du eben das nochmal so gesagt hast und ich habe mich ja eingelesen für die Sendung.
01:28:23: Da ist mir das nicht so klar geworden wie in dem Moment als du es gerade gesagt hast.
01:28:26: Du hast gesagt, ich biete Sichtbarkeit für Unangepasste Und da hab' ich ein paar Fragen zu Frage Nummer eins Ist das nicht ein unfairer Redbewerbsvorteil für Unangepaste?
01:28:37: Weil sie von dir beraten werden können Ist es nicht?
01:28:42: Und du verzeist mir das, wir kennen uns jetzt digital und persönlichen paar Minuten und digital anderbestunden.
01:28:49: Du verzeißt mir dass wenn ich das so offen sage ist es nicht unternehmerisch dumm oder sagen wir mal minimalst klug zu sagen meine Zirkruppe sind unangepasste?
01:29:00: weil Wenn Menschen So offensiv rausgeht und sagen Ich bin eher ein ungepasster Typ was ja auch nicht unsexy ist also das will ich nicht falsch jetzt irgendwie darstellen aber Ich glaube einfach, dass die Zielgruppe der Menschen, die sagen ich bin unangepasst und brauche mehr Sichtbarkeit relativ klein ist.
01:29:20: Das sind meine Empfinden.
01:29:21: deswegen ist das die Frage eigentlich, die dahinter steht.
01:29:23: Ich formuliere sie gleich nochmal.
01:29:25: Wäre nicht sozusagen Rebellion für Angepaste?
01:29:29: Also gibt es nicht eine viel größere Menschenmenge, das wäre mein Gefühl.
01:29:34: Die sagt ich schwimme so im Mainstream mit aber gerade so mit dreißig vierzig merke ich dass ist es eigentlich gar nicht ja?
01:29:40: Ich wär gern so wie Sandra nach dem Motto wer das nicht?
01:29:44: das bessere Produkt um sozusagen auch mehr Rebellion in die Welt zu bringen.
01:29:48: jetzt werde ein bisschen philosophisch oder vielleicht sogar zu sagen Du hast eine runde Marke, eine etablierte Marke.
01:29:56: Die Kommunikation stimmt!
01:29:57: Ich feile für dich die Ecken und Kanten raus damit du unig wirst.
01:30:03: Also jetzt lange Redekurzer Sinn?
01:30:05: So habe ich gedacht.
01:30:06: und die Frage ist... Ist Sichtbarkeit für Unangepasste nicht nur unheimlich spitze Zielgruppe und eigentlich Unfair gegenüber den Angepassten?
01:30:15: Ja es ist total unfares, das sind total unfairer Vorteil Juhu.
01:30:20: Also Edg, würde ich einfach mal sagen.
01:30:21: Weil unangepasst so sein ist ein unfairer Vorteil den sollten wir nutzen.
01:30:26: Ich verstehe was du meinst.
01:30:28: mit Moment Mal sind die nicht eh schon sichtbar indem sie unangepasst sind.
01:30:33: Die Frage is ja Zeigen Sie das auch oder Sind sie dass nur innen drin?
01:30:38: Ich war Ja auch immer unangepast und Was habe ich gemacht?
01:30:40: ich hab verzweifelt versucht mich anzupassen um da draußen zu funktionieren Und Das will ich ändern und Will Den Leuten klarmachen Du wirst sichtbar, weißt du?
01:30:51: Es gibt ganz viele Menschen die sagen ja heimlich trage ich aber immer nur schwarzen Nagelack und schwarze Klamotten.
01:30:58: Das kann ich aber da draußen in meinem Job nicht machen.
01:31:00: das sieht ja nicht professionell aus.
01:31:03: Und ich frag dann immer ja warum denn sei doch froh wenn es so viele weiß ich nicht.
01:31:08: er findet jetzt was.
01:31:09: nehmen wir mal an das wären immobilien Makler.
01:31:11: Und dann gibt es doch so viele Immobilienmakler, die alle so aussehen wie dieser im Anzug und wie man sich diese vorstellt.
01:31:18: Jetzt stell dir doch mal vor du fiktiver Immobilianmakler trägst jetzt deine schwarzen Klamotten und deinen schwarze Nagellack!
01:31:25: Aber dann strecke ich ja die Leute ab.
01:31:27: Ja, das tust du!
01:31:28: Was Besseres kann dir nicht passieren?
01:31:30: Du schreckst die ab, die sowieso nichts zu dir passen aber du holst sie, die das super finden und die das feiern Und die dies feiern werden für immer bei dir bleiben und werden dich weiter empfehlen an die dies auch feiern.
01:31:42: Klassisches Marketing, klassische C-Gruppenarbeit Dieskanne funktioniert nicht.
01:31:47: und dann Also vielleicht sollte ich es auch differenzieren oder kleinteiliger machen.
01:31:52: Ich will...die unangepassten, die meinen sie müssen sich anpassen um da draußen zu funktionieren.
01:32:00: Die aber gegen sich selbst arbeiten!
01:32:03: Ich will dass Sie das lassen.
01:32:05: ich will dass diese Menschen daraus gehen und sich genauso zeigen wie sie sind ohne diese Angst.
01:32:11: Ich gebe dir ein Beispiel.
01:32:12: ich hatte einen Vortrag beim Twelve Minutes Me in Karlsruhe.
01:32:16: eine ganz tolle Veranstaltungsreihe gefällt mir sehr gut.
01:32:20: Da kannst du in drei Menschen erzählen, in zwölf Minuten was sie so tun und haben dann noch zwölfe Minuten Fragen und Antworten von den Menschen.
01:32:27: Und da habe ich über Personal Branding gesprochen, über diese Dinge.
01:32:31: Und dann war ein junger Kerl der... Ich kann schlecht schätzen aber also wirklich vielleicht noch im Studium, vielleicht gerade im Job und sagte ich hab Vorstellungsgespräch.
01:32:41: Ich trage immer Kopfhörer!
01:32:43: Also nicht auf den Ohren sondern um den Hals dieser ganz großen.
01:32:47: Die müsste ich doch da weglassen, oder weil das wirkt ja nicht professionell.
01:32:52: Und dann sage ihr habe ich ihn nochmal gefragt du trägst die immer.
01:32:54: Ja ist mein Markenzeichen sagt er noch zu mir.
01:32:57: Dann sag' ich dann lass sie doch auf.
01:33:00: Du wirst sehr jenige sein über den die später sagen Wenn die heute zehn Gespräche geführt haben Sagen die dass war der mit dem Kopf hören.
01:33:08: Aber wirkt es nicht unprofessionell?
01:33:10: Dann sage ich okay Moment Das mag sein Es gibt Dinge die auf den ersten Blick erst mal unprofessional wirken wenn ich tätowiert und weiß nicht mein Doc Martens und so jetzt zu einem Kunden oder einer Kundin laufen würde, die etwas anderes erwartet.
01:33:24: Sagen wir mal in die Bank oder irgendwohin?
01:33:26: Dann wirkt das vielleicht erst einmal im Anführungszeichen unprofessionell, vielleicht auch eher unkonventionell.
01:33:36: aber dann musst du ja den Mund aufmachen Und natürlich geht es immer nur um erste Eindrücke und dann musst Du natürlich überzeugen mit dem was Du kannst was du weißt, was du denen bieten willst.
01:33:47: Natürlich musst du damit
01:33:48: überzeugen.".
01:33:49: Aber die werden danach sagen... Wir hatten von den zehn Leuten acht, die fachlich super sind!
01:33:55: Der mit dem Kopfhörern hat aber gesagt oder der mit dem Kopfförer war aber der-der und dann hast Du schon gewonnen.
01:34:01: wenn jemand das sagen kann?
01:34:03: Wenn die bei denen ... Das war doch der, der erinnerste Dich nicht.
01:34:05: Ja, der Michael.
01:34:06: Wer war noch mal Michael?
01:34:07: Weiß nimmer.
01:34:08: Ah ja, der irgendwann mal in Thailand war ... Der mit den Kopfhören Und dann bleibt er damit im Kopf, und das hat mit Professionalitäten nichts zu tun.
01:34:19: Wenn der sich traut diese versammten Kopfhörer umzulassen – weil ich ihm gesagt habe du bist damit unangepasst ob das jetzt unangepasst ist oder mal dahingestellt aber Du hast dich damit nicht angepasst dass du sie Zuhause gelassen hast.
01:34:34: Das ist das, was ich tun will.
01:34:35: Will den Leuten den Mut geben ihre unangepasstheit auch draußen zu zeigen und nicht drin zu verstecken weil sie denken Sie müssen sich so glatt bügeln.
01:34:43: Ich sage ja immer an all glatt bleibst du nicht hängen.
01:34:46: das bleibt nicht im Kopf daran kannst Du dich nicht festhalten.
01:34:49: Und wenn er mit seine angepassten Nicht-Kopfhörer auftritt und seine Expertise dort überzeugt hätte aber mit dem Kopfhörern und seiner Expertise nicht überzeugt also die der Auftraggeber Arbeitgeber oder was das war, sich an den Kopfhörern so stößt dass die Expertise nicht wichtig ist dann wird er eh nicht glücklich da.
01:35:10: Hat er mir danach gesagt?
01:35:11: Er hat mal in einem Job irgendwo war sollte er sich die Haare schneiden?
01:35:16: und dann habe ich ihn so angeguckt, die Fusur angegucken.
01:35:19: habe ich gemeint und hast du gemacht?
01:35:20: Nee!
01:35:21: Auf gar keinen Fall.
01:35:22: wenn die wollen es die Haaren schneiden obwohl ich dann gesagt hab jetzt hast du's verstanden
01:35:26: Aber das wäre dann sowieso kein Match gewesen, so zu sagen.
01:35:30: Eben eben genau das!
01:35:31: Ach
01:35:31: ja liebe Sandra ich überspringe drei Seiten in unserem Briefing schweren Herzens
01:35:36: und mit
01:35:37: dir auf die Schluss Fragen zu kommen.
01:35:39: Vielen lieben Dank dafür.
01:35:41: Ich fand das jetzt mega spannend, so über deine Reise auch dahin zu kommen zu diesem Revolution.
01:35:45: Ich finde es trotzdem noch mal für dich und die Menschheit draußen fände ich es nochmal wichtig mit nochmal über deine Zielgruppe nachdings.
01:35:52: So unverschämt bin ich im hohen Alter, darf ich das?
01:35:55: Zu sagen, ich glaube es gibt wahnsinnig viele... Also ich glaube mehr angepasste Menschen im Mainstream schwimmen Die eigentlich das Bedürfnis haben vielleicht nicht diese radikale Veränderung, aber so ein Stück weit mehr ich zu sein.
01:36:09: Ein Stück weit selbst mit meinen Kanten und meinen... Ich finde es auch sehr erfrischend dass junge Menschen zunehmend glaube ich das bewusst sein viel stärker haben als wir damals in der Generation oder die Generation vor uns gar nicht.
01:36:21: Dann vielleicht so ja, sondern da war Mainstream eigentlich... Das war ohne Diskussion so.
01:36:26: Da müsste es du so sein.
01:36:28: Heute mit diversen Befreiungen, die wir zu glücklicherweise die Zivilisation hinter sich gebracht hat.
01:36:34: Ist es glaube ich ein bisschen anders?
01:36:35: Aber trotzdem ist immer noch ein hoher Bedarf da an Menschen, die das gerne so leben würden wie du's beschrieben hast, glaub' ich also...
01:36:42: Da muss ich aber einkrätschen!
01:36:43: Es tut mir leid, die Zeit muss ich jetzt noch klauen.
01:36:45: Nein,
01:36:46: wir haben Zeit.
01:36:47: Diese Menschen gibt es, das weiß ich, aber die Frage is', trauen sie sich?
01:36:55: wollen die nur so sein.
01:36:56: Das bringt mir nichts, wenn jemand sagt ich wäre gerne wie du und dann aber sich anpasst an etwas nicht Mainstreamiges.
01:37:05: Weißt Du was ich meine?
01:37:06: Sagt Ich Wäre Gerne Wie Du Und Mir nach Eifert Obwohl er oder sie das Nicht Ist.
01:37:11: Ich Brauche Die Menschen Die Den Mut Haben Zu sagen Ich Bin Ja Schon Anders.
01:37:16: Ich will Es auch Endlich Gescheit Zeigen Damit Ich Dafür Gesehen Werde und Nicht Für Etwas anderes Und so rum.
01:37:23: funktioniert es für mich, weil ich mit denen die sagen, ich will jetzt aber auf Teufel kommen raus unangepasst sein oder werden.
01:37:31: Das funktioniert nicht!
01:37:34: Vielleicht sind das kleine Schritte?
01:37:36: Ja vielleicht ist auch eine sehr individuelle Geschichte... ...weil ich habe gerade überlegt als du die Personen beschrieben hast, so mit dem Ich bin ja schon unangepast.. ..ich will's aber jetzt endlich auch zeigen, ist hier eigentlich die gleiche Zielgruppon?
01:37:48: Das sind ja die Menschen, die vielleicht auch im Mainstream schwimmen und von sich denken okay ich wäre gerne anders.
01:37:53: Eigentlich bin ich ja unangepasst Ich mache ja lieber das und lieber dass und lieber das.
01:37:57: Also könnte man wahrscheinlich werden wir bei nächster Gelegenheit Bei der nächsten Campix oder so nochmal darüber diskutieren.
01:38:04: Meine liebe Abschlussfragen.
01:38:07: Gibt es irgendeine Frage, die ich dir hätte stellen sollen?
01:38:10: Die ich nicht gestellt habe, die du aber noch gerne beantworten würdest?
01:38:16: Darüber hab' ich nachgedacht Und hab da schon nix gefunden, weil das ja schon so viele Fragen waren.
01:38:25: Das ist schwierig.
01:38:26: Wahrscheinlich wäre das eine Frage die abzählt aufs mir den Gut geht mit meiner Ungepasstheit, Unangepasst-Heid heute.
01:38:36: Weil ich ja immer sage damals war's schwierig und heute hilft mir das.
01:38:40: Das is etwas, dass es mir wahnsinnig wichtig.
01:38:44: Sichtbarkeit wollen immer alle!
01:38:47: Aber viele wissen nicht, wie hoch der Preis ist.
01:38:50: Als ich das erste Mal in Berlin war, dass es Jahrzehnte her ... Da hab' ich das so genossen, dass mich die Leute mal nicht angucken.
01:38:59: Obwohl ich das ja alles absichtlich mach', die Versurde ich habe, die Brille, die ich trage, die Klamotten, die Ich trage und trotzdem war das auch mal echt sehr angenehm.
01:39:06: Also von daher wäre wahrscheinlich eine Antwort auf eine Frage Von wegen ob ich mich damit wohlfühle Nein Es gibt nur keinen anderen Weg.
01:39:18: Ich bin nicht rebellisch um der Rebellion willen, ich bin so und muss es ertragen und muss ja irgendwie mit mir
01:39:23: klarkommen.".
01:39:25: Ich will dir übrigens nochmal meine Props geben habe ich gar nicht jetzt im eigentlichen Gespräch gemacht.
01:39:30: Ich hab mir in der Vorbereitung das YouTube Video von dir angeschaut als du Menschen auf der Straße interviewt hast zum Thema Personal Branding.
01:39:38: Und da hat es ja noch komplett anders versucht.
01:39:40: Für mich war das der erste Moment, da hattest du Dreadlocks und oben zusammengesteckt und so... Also schon auch sehr auffällig aber komplett anders!
01:39:49: Dann war das für mich im ersten Moment eine andere Person.
01:39:53: Optisch, war's einfach so.
01:39:55: Dann habe ich mir diese Interviews angehört.
01:39:57: Spannend, auch interessant.
01:39:59: Auch lustig was die Leute erzählt haben und du bist ja random dazu irgendjemand in der Fußgängerzone gegangen hast gesagt.
01:40:03: Was haltens von ausner Branding?
01:40:05: Also könnt ihr euch gerne mal anschauen.
01:40:07: Da hab ich glaube es auf deiner Webseite.
01:40:09: Die da lautet
01:40:11: rebelhoodde.
01:40:14: Schaut
01:40:14: euch das lieber mal an ihr liebender Tausend.
01:40:16: Rebelhoodde da ist das Video drauf.
01:40:18: Bist du random zu Leuten gegangen hast sie gefragt und dann warst du schon.
01:40:22: Das war schon eine sehr unique Person dort.
01:40:24: Und ich dachte so, oh das ist ja irgendwie in der Entwicklung!
01:40:27: Aber wenn die... und das ist jetzt mein Prop.
01:40:29: oder ein Lob an dich?
01:40:30: Wenn ich jetzt sozusagen, wenn wir heute ohne Video die Aufnahme gemacht hätten.
01:40:35: Ich hätte nicht gesehen dass du jetzt mittlerweile eine kürzere Frisur hast usw.
01:40:39: Hätte ich gedacht okay das ist die gleiche Person.
01:40:41: was ich sagen will ist Der Markenkern ist identisch.
01:40:44: Es gibt andere Merkmale, aber das merkt man die Leidenschaft und wie du das gemacht hast damals auch die Coolness.
01:40:51: Das wirkt nach außen schon sehr professionelle.
01:40:54: Das ist eine sehr professionele Rebellion sag ich mal.
01:40:58: Wirkt das so?
01:40:59: Und das fand ich total spannend, das Video zu schauen jetzt dich so zu erleben also das was du den Leuten mitteilst da merkt Man dass das lebst Du auch wirklich selbst.
01:41:09: insofern dann meine Prop.
01:41:11: So okay.
01:41:13: Also gut, aber danke dass du die Frage nochmal gestellt hast und auch noch mal eine kurze Antwort darauf gegeben hast.
01:41:18: Sichtbarkeit hat einen Preis.
01:41:20: Egal in welche Richtung immer.
01:41:23: Gut!
01:41:24: Du kennst die Frage nach der fehlbefahrenden Kreuzung?
01:41:27: In Worms gibt es bestimmt auch ne große Kreuzung in deiner Nähe.
01:41:31: Ja.
01:41:31: Das das Schild aufstellen.
01:41:32: vier Wochen lang steht da ein Leuchtbuchstaben drauf was du den Menschen mitteilen möchtest und das ist...
01:41:38: Das habe ich natürlich auch länger überlegt, weil ich aber gesagt habe.
01:41:42: Ich kann mich ja schon Stunden mit Satzzeichen beschäftigen.
01:41:44: Richtig!
01:41:45: Ich hatte sehr viele Varianten und ich habe mich entschieden dafür.
01:41:48: Ich würde sehr gerne drauf schreiben wer bist du?
01:41:54: Sehr schön.
01:41:56: Das ist glaube ich zum ersten Mal dass jemand eine Frage stellt statt einem Statement.
01:41:59: Aber ich finde es total gut, weil der... Die soll ich sagen die Frage sich selbst zu stellen in die Reflektion mal zu gehen und mal zu überlegen, wer bin ich eigentlich wirklich?
01:42:10: Es ist eigentlich eine sehr, sehr kluge Sache.
01:42:14: Du brauchst auch Mut?
01:42:16: Genau!
01:42:16: Jetzt war es ja so.
01:42:17: du bist ja auf der Campix zu mir gekommen hast gesagt mit der Lisa zusammen hier ich würde mal einspringen bei dir.
01:42:22: oder hast du Lust mit einem Interview?
01:42:25: gibt's denn jemanden den du mir empfehlen würdest?
01:42:27: sprich hast du einen Menschen den ich unbedingt hier einmal einladen muss weil er sie es unheimlich coole Vita hat oder eine schöne Lebensgeschichte zu erzählen hat.
01:42:37: Keine konkrete Person, aber ich wünsche mir natürlich immer das noch mehr.
01:42:42: Frauen die etwas zu sagen haben.
01:42:43: Auch den Platz und die Chance dafür bekommen darüber zu sprechen was sie zu sagen Haben ohne dass die gleich wieder klein gemacht werden.
01:42:50: also wie gesagt keine konkrete personen.
01:42:52: Aber alle frauen die etwas zur sagen haben
01:42:54: da kann ich dir mal was zu sagen.
01:42:55: also Ich bin persönlich auch da könnten wir eine sendung drüber machen.
01:42:59: Also ich verstehe alle Argumente und ich finde es auch von der Natur unfassbar scheiße.
01:43:03: Manchmal muss man das auch so ausdrücken, dass Frauen so einen angeborenen Karriereknick haben wenn sie dann irgendwann mit Mitte zwanzig Mitte dreißig Mitte vierzig im Mainstream meistens dann irgendwie ein Kind bekommen und dann nochmal rausgehen aus der Karrieren soweit.
01:43:15: Paaren wir nicht drüber diskutieren also gar keine Zweifel.
01:43:18: trotzdem finde Die Reduktion, gerade so.
01:43:21: du hast das vorhin auch mal gesagt aber ich bin mit Absicht nicht reingegangen.
01:43:25: Das ist besonders bei Frauen.
01:43:26: Ich finde alle die Dinge stimmen aber auch beim Männern nur eben nicht in der Ausprägung meistens.
01:43:31: da bin ich auch dabei also könnten wir nochmal gesondert darüber diskutieren.
01:43:35: Aber was ich eigentlich sagen wollte jetzt Gerade, also gerade jetzt in dieser Phase.
01:43:41: vor Kurzem hatte ich eine Kritik an meiner Sendung und ich mag Kritik auch.
01:43:45: Also wirklich an euch draußen wenn ihr mich kritisieren wollt, da kann ich lernen ja?
01:43:48: Aber ich hatte die Kritik weil nicht zu viele Frauen interviewen.
01:43:51: So hab' ich mir gedacht!
01:43:52: Ich habe ja geguckt wer so bei dir zu Gast war oder Ja aber das...
01:43:56: Aber jetzt auch gar nicht so.
01:43:57: Nicht meine Partnerin mein Schatz die Heike Grüße gehen aus.
01:44:00: nicht dass sie gesagt hat wieso intervierst du nur Frauen nicht dieses Ding sondern tatsächlich Eine inhaltliche Kritik von einem Mann der gesagt wird es immer gibt's keine Männer mit spannenden Geschichten Du intervierst ja quasi nur noch Frauen.
01:44:10: Aber ich habe da überhaupt kein reaktionelles Konzept, sondern ich gucke einfach wer passt und wo passt auch der Mählich?
01:44:15: Du weißt ja muss man alles abstimmen und so... Und dann nehme ich die Leute in der Reihenfolge dran!
01:44:20: Ich hab demnächst auch wieder den Holger Kahntuch!
01:44:22: Grüße gehen raus schon mal!
01:44:25: Aber es ist spannend, also es gibt auch eine andere Bewegung.
01:44:29: Also mittlerweile fangen Männer an auch darauf zu achten und gucken sind wir da eigentlich gleichberechtigt oder nicht?
01:44:37: Dann habe ich tatsächlich eine Idee.
01:44:41: Das wird den jetzt aus dem Schuhn heben, weil er damit nicht rechnet.
01:44:44: Aber dann sage ich Sebastian... Also nicht mein Schulsebastian zu dir noch keinen Kontakt mehr.
01:44:49: aber mein Freund Sebastian der sich schon so viel von mir angehörte, weil der hat nämlich auch tatsächlich spannende Geschichten zu erzählen das muss ich Ihnen sagen dass man sich mal bei dir melden soll
01:44:59: und das ja vor allen Dingen.
01:45:00: connectest du uns bitte mal?
01:45:02: Ich weiß nicht ob er bei LinkedIn ist oder sonst irgendwo aber wir werden digital zusammenkommen und dann reden wir mal Ja, gerne.
01:45:08: Das wäre auch mal schön sozusagen die andere Seite der Medaille zu hören.
01:45:12: Was hatten wir so in der Form noch nicht?
01:45:14: Also hätte ich total Bock drauf.
01:45:16: Wo
01:45:16: sich denn vorher beriefen war.
01:45:17: Grüße
01:45:18: an Sebastian!
01:45:19: Du brieft ihn immer nicht und du lässt den einfach mal so wie er das.
01:45:23: Mal schauen wie viel Rebellin ihm steckt.
01:45:25: Liebe Sandra, ich danke dir herzlich... Das war ein ganz tolles Gespräch.
01:45:29: Also es hätte locker doppelt so lange dauern können, das Problem habe ich aber ehrlicherweise immer, weil ich wahnsinnig gerne zuhöre und lerne von Euren Wieten, von meinen Gästen – das war bei dir jetzt auch natürlich sehr, sehr spannend!
01:45:42: Also vielen Dank dass du so offen warst, dass du auch von vornherein gesagt hast, ich beantworte alles und ja vielleicht denkst du nochmal über deine Zielgruppen auf Dann wirst du mich sehr
01:45:51: glücklich machen.
01:45:52: Und vielleicht
01:45:53: den einen oder anderen angepassten da draußen auch?
01:45:56: Ich sage herzlichen Dank, wir sehen und hören uns bestimmt irgendwann mal wieder!
01:46:00: Ja und euch draußen danke dass ihr wieder so lange dabei geblieben seid.
01:46:03: schickt uns gerne ein Feedback, gebt uns ein Kommentar oder whatever.
01:46:07: ich freue mich wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid und sagt bis dahin tschüss Sandra und tschüß ihr da draußen
01:46:13: tschüs.